Wespennest entsorgen – so gehen Sie vor

Wespennester: faszinierend, aber sehr lästig Wespennester: faszinierend, aber sehr lästig
Wespen sind zwar faszinierende Geschöpfe und Menschen gegenüber neutral gesinnt. Ein Wespennest im Garten führt aber fast immer zu Konflikten, denn die gelb-schwarzen Insekten machen sich stets gerne über die Speisen und Getränke her, die man in seinem Garten genießen möchte. Wenn sich Wespen bedroht fühlen, stechen sie, was bei einigen Menschen lebensgefährliche Allergie-Reaktionen hervorruft. Ein Wespennest entsorgen Sie wie folgt:
Christian Kempen
21.12.2011 Christian Kempen
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände

Ein Wespennest entsorgen: Basiswissen

  • Wespen zählen zu den Staaten bildenden Insekten. Das Nest wird im Spätherbst von der Königin angelegt, welche als einzige ihres Volkes den Sommer überlebt. Im Juni schlüpft die erste Generation von Arbeiterinnen.
  • Falls Sie im Spätherbst öfter eine einzelne Wespe beobachten, sollten Sie diese mit einer Schüssel voll Zuckerwasser einfangen und anschließend in angemessener Entfernung aussetzen. Auf diese Weise ersparen Sie sich den Aufwand, im nächsten Jahr das Wespennest entsorgen zu müssen.
  • Entfernen Sie Wespennester möglichst frühzeitig, denn im Laufe des Sommers entschlüpfen anderenfalls oftmals mehrere hundert Wespen.
  • Es bringt nichts, Einfluglöcher zu verschließen, bevor sich der Wespenstaat entfaltet. Denn die kleinen Fluginsekten haben kräftige Kiefer und können sich sogar durch Wände nagen.
  • Wespenstaaten stehen unter Schutz, das Entsorgen auf eigene Faust kann empfindliche Bußgelder zur Folge haben. Die örtliche Feuerwehr, Imker, das Bürgerbüro der Stadt und professionelle Insektenbekämpfer sind Ansprechpartner für eine fachgerechte Entfernung von Wespennestern. Diese müssen eigentlich umgesiedelt werden.

Das Wespennest entsorgen: So gelingt es sicher

  1. Falls Sie zur Miete wohnen, wenden Sie sich als erstes an Ihren Vermieter und besprechen Sie mit ihm das weitere Vorgehen. Für eventuell entstehende Kosten durch eine Umsiedlung muss in der Regel der Hausbesitzer aufkommen.
  2. Nur die angesprochenen Fachleute haben die nötige Ausrüstung, mit der sie das Nest entfernen und umsiedeln können, ohne sich und andere dem Risiko zahlreicher schmerzhafter Stiche auszusetzen. Aber nicht in allen Fällen findet sich jemand, der sich bereit dazu erklärt, ein Wespennest zu entsorgen.
  3. Falls sich niemand zuständig fühlt, hilft Wespenspray aus dem Baumarkt. Mehrfaches Sprühen in die Einfluglöcher lässt den Wespen keine Überlebenschance. Sprühen Sie (bzw. Ihr Vermieter) am besten in feuchten Nächten, denn dann sind die Wespen kaum aktiv. Schützen Sie sich dabei für alle Fälle zumindest mit geschlossener Kleidung, Handschuhen und Kapuze. Rechtliche Bedenken gibt es in der Regel nicht, da man die meisten Wespenarten in gut begründeten Fällen trotz Naturschutz bekämpfen darf.

Die einfachste und schnellste Methode, ein Wespennest zu entsorgen, ist das frühzeitige Einsprühen mit speziellen Sprays, die in jedem Baumarkt erhältlich sind. Dies ist zwar nicht gerade tierlieb, aber in der Praxis oftmals die einzige Möglichkeit, sich vor den Risiken durch Wespennester zu schützen. Halten Sie als Mieter aber zuerst Rücksprache mit ihrem Vermieter. Versuchen Sie, jemanden zu finden, der das Wespenvolk fachgerecht umsiedelt, bevor Sie dessen Vernichtung beschließen. Dies ist besser für die Natur und damit für uns alle. Wespen bauen keine neuen Nester, wo sich die Überreste eines alten befinden.

Diese Anleitung
Leser-Tipps Ihren Tipp zur Anleitung schreiben

1400 Zeichen verbleibend.