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Wert von Bernstein ermitteln - so gelingt es

Der Wert von Bernstein hängt wie bei vielen Schmucksteinen von der Masse, der Farbe, der Farbintensität und der Dichte ab. Bei Bernstein kommt noch eine Besonderheit hinzu, denn der Wert steigt mit den Einschlüssen im Stein.

Darauf sollten Sie bei der Wertbestimmung achten.
Darauf sollten Sie bei der Wertbestimmung achten. © sipemannH / Pixelio

Generelles zum Wert von Schmucksteinen

  • Von einem nennenswerten Wert kann bei Bernstein nur die Rede sein, wenn die Steine eine gewisse Größe haben. Ketten aus dem Material haben nur dann einen größeren Wert, wenn die Steine alle die gleiche Farbe und Form haben. Dabei kommt es auch auf den Schiff an, facettierte Steine sind kostbarer als glatte Oliven. Wenn Sie nur eine Kette aus unregelmäßig geformten und gefärbten Steinen haben, lohnt es sich kaum, den Wert zu ermitteln, dieser geht bei den Splitterketten gegen null.
  • Wichtig ist bei den Steinen auch, ob es Rohbernstein ist, der manchmal recht unscheinbar aussieht, oder Naturbernstein; darunter versteht man bearbeiteten Rohbernstein, dieser wurde geschnitten und poliert. Wenn es sich um echten Bernstein, auch Echtbernstein (extra) handelt, der auch Ambroid genannt wird, haben Sie ein Produkt, das aus Splittern und Schleifresten gepresst worden ist. Selbst wenn Einschlüsse vorhanden sein sollten, bekommen Sie für solche Steine kaum einen nennenswerten Betrag. Perlen und Ketten sind häufig aus Ambroid. Auch Kopal, ein ähnliches Material aus Afrika, hat keinen großen Wert.
  • Die Prüfung, ob es echter Bernstein ist, lohnt sich eigentlich nur, wenn es ein etwas größeres Stück ist und Sie davon ausgehen können, dass es Roh- oder Naturbernstein ist. Wenn Sie den Stein nicht beschädigen wollen, können Sie schlecht mit einer glühenden Nadel prüfen, ob das Material schmilzt. Legen Sie den Stein in eine Schüssel mit Leitungswasser, wenn er untergeht, ist er keine Plastikimitation. Geben Sie je Liter 4 Esslöffel Kochsalz in das Wasser, nun müsste der Stein schwimmen, ansonsten ist es Glas. Versuchen Sie mit einer Kupfermünze einen Kratzer in den Stein zu machen. Gelingt es, haben Sie wahrscheinlich Bernstein vor sich.

Bernstein mit Inklusen schätzen

  • Da Bernstein mit Einschlüssen deutlich wertvoller ist als ohne, gibt es einige Fälschungen. Dazu wird der Stein aufgeschnitten und darin ein Hohlraum herausgearbeitet, in den ein kleines Tier in Kunstharz eingebettet wird. Danach wird der Stein zusammengeklebt. Achten Sie auf feine Risse im Stein, das könnte eine Klebenaht sein. Auch sollten Sie misstrauisch sein, wenn eine ganze Spinne oder Eidechse im Stein zu sehen ist. Lassen Sie solche Steine von einem Fachmann schätzen. Diese haben einen sehr hohen Wert - oder keinen, wenn es Fälschungen sind.
  • Die meisten Inklusen sind Insekten, nur etwa 10 % sind spinnenartige Wesen, etwa 1 % sind Gliederfüßer und 0,5 % stammen von Pflanzen. Andere Tierarten sind so gut wie nie im Bernstein eingeschlossen. Logischerweise ist Bernstein um so wertvoller, je seltener der Einschluss ist.

Wenn Sie den Wert beurteilen wollen, sollten Sie zunächst nach Größe und Farbe abschätzen, ob der Stein überhaupt eine Beurteilung lohnt. Prüfen Sie dann, ob es echter Bernstein ist. Versuchen Sie bei Auktionshäusern vergleichbare Stücke zu finden, um den Wert zu ermitteln. Bei größeren Einzelstücken mit Einschlüssen sollten Sie immer einen Fachmann fragen.

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