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Werkstudentenvertrag - Beachtenswertes

Viele Studenten gehen neben ihrer Studientätigkeit einer abhängigen Erwerbstätigkeit nach. Wer dies auf der Grundlage eines Werkstudentenvertrages tut, übt meist eine Teilzeitbeschäftigung aus, die fachlich nah am Studienfach angesiedelt ist. Derartige Beschäftigungsverhältnisse unterliegen den üblichen arbeitsrechtlichen Regelungen.

Arbeiten auf Basis Werkstudentenvertrag hat einige Vorteile.
Arbeiten auf Basis Werkstudentenvertrag hat einige Vorteile.

Den Begriff Werkstudent gibt es bereits seit den 1920er Jahren. In der Anfangszeit nannte man vom Kriegsdienst freigestellte Studenten so, die die Tätigkeiten einberufener Soldaten übernahmen.

Werkstudent - Arbeitsrecht regelt Beschäftigung

Schnell wurde die Tätigkeit Werkstudent wenige Jahre später zu der, wie sie heute bekannt ist. Ein Werkstudent arbeitet neben seinem Studium in einer Firma. So verdient er sich Geld nebenher. Beschäftigungen auf der Grundlage eines Werkstudentenvertrages sind gesetzlich geregelt.

  • Der Begriff Werkstudent stellt eine offizielle Bezeichnung dar. Die Folge ist, dass gewisse Regeln gelten. Sind Sie als Werkstudent beschäftigt, unterliegen Sie bei dieser Art der Tätigkeit nicht grundsätzlich der Versicherungspflicht bei der Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.
  • Als von der Versicherungspflicht befreiter Werkstudent dürfen Sie pro Woche nicht mehr als 20 Stunden arbeiten. Die Arbeit muss gegenüber dem Studium eine Nebenrolle spielen. In den Semesterferien können Sie voll arbeiten. Bei mehreren Tätigkeiten werden die wöchentlichen Stundenzahlen zusammengerechnet.
  • Eine weitere Voraussetzung für Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung ist, dass das monatliche Gehalt 450 Euro monatlich (Minijob) nicht übersteigt. Die Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung ist dann immer in Gefahr, wenn Ihre Einkünfte 385 Euro überschreiten und das pro Jahr mehr als zwei Monate.

Werkstudentenvertrag als Bandbreitenvertrag

Da es während eines Studiums vorkommen kann, das sich Ihre zeitlichen Anforderungen wandeln, braucht es einen flexiblen Arbeitsvertrag.

  • Als ideale Lösung kommen Arbeitsverträge mit Bandbreitenregelungen, kurz Bandbreitenvertrag, infrage. Auf dieser Basis können Sie die Dauer der vereinbarten Arbeitszeit variabel gestalten. Bei einer Vereinbarung von beispielsweise 20 Stunden pro Woche steht es Ihnen frei, wann Sie diese Stunden in der Firma leisten.
  • Werkstudentenverträge unterliegen in gleicher Weise wie konventionelle Teilzeitverträge den allgemeinen gesetzlichen Regelungen des Arbeitsrechts. Als Werkstudent besitzen Sie die gleichen unabdingbaren Rechte wie andere Teilzeitbeschäftigte. Sie haben Anspruch auf bezahlten Urlaub und im Krankheitsfall auf Lohnfortzahlung.
  • Zudem gilt der Gleichbehandlungsgrundsatz des Arbeitsrechts. Alle Beschäftigten haben Anspruch auf die gleiche Behandlung. Für die Entlohnung bedeutet das "gleiches Geld für gleiche Arbeit“, vermögenswirksame Leistungen oder Sozialleistungen. Gegebenenfalls besteht ein anteiliger Anspruch.

Im Gegensatz zur Praktikantenstelle, wo man oft mit gesammelten Erfahrungen entlohnt wird, verdienen Sie als Werkstudent, ausgestattet mit einem Werkstudentenvertrag, richtiges Geld. Nicht selten lockt nach Studienende eine Vollzeitstelle.

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