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"Wer hat die Uhr erfunden?" - Wissenswertes

Können Sie sich ein funktionierendes Leben ohne Uhr und Zeit vorstellen? Wer hat eigentlich die erste Uhr erfunden, die Ihnen seither den Tagesablauf diktiert?

So sieht es in einer älteren Uhr aus.
So sieht es in einer älteren Uhr aus.

Die Uhr als Messgerät für den aktuellen Zeitpunkt oder das Messen einer bestimmten Zeitspanne ist unentbehrlich. In mehreren Jahrtausenden entwickelte sich das Zeitmessen von der einfachen Elementaruhr bis zur hochpräzisen Atomuhr.

Die Uhr als Zeitmessgerät

  • Die Zeit ist eine physikalische Größe mit einer eindeutigen unumkehrbaren Richtung. Wie sie vergeht, konnte man schon von jeher beobachten an den Veränderungen der Tages- und Nachtzeit oder den Jahreszeiten. Es war nur immer der Drang da, sie auch zu messen.
  • Seit dem Altertum teilt der Mensch den Tagesablauf durch Beobachtung von Sonne, Mond und Merkur ein. Markante Zeitpunkte wie Sonnenauf- und -untergang oder der höchste Sonnenstand wurden festgelegt. Einfache Markierungen wurden gemacht und so durch die wandernden Schatten die Zeit eingeteilt. So entstanden Schatten- und Sonnenuhren.
  • In Ägypten wurden im 16. Jahrhundert vor Christus Wasseruhren verwendet. In Gefäße lief Wasser rein oder raus und über Schwimmer wurde ein Zeiger bewegt und Zeit gemessen.
  • Zunächst gab es dann noch Kerzen- und Feueruhren, bevor die ersten Räderuhren mit Getriebe entstanden. Die Ganggeschwíndigkeit wurde mit einem sogenannten Foliot geregelt. Der Gang wurde dadurch gehemmt und gleichmäßig gehalten.

Wer hat nun die allererste Uhr erfunden? Das ist leider nicht überliefert.
Alle Uhren waren bis hierhin ortsgebunden und ziemlich groß. So war der Zeitpunkt gekommen, sie kleiner und irgendwann auch tragbar zu machen. Das begann im Zeitalter der Renaissance und da gibt es auch einen Erfinder.

Wer die tragbare Uhr der Neuzeit erfunden hat

  • Die erste Weiterentwicklung der Uhren in der Neuzeit war die Schaffung von Gehäusen. Dadurch wurden sie endlich vor Staub und Schmutz geschützt. Gleichzeitig war der künstlerischen Gestaltung keine Grenze gesetzt.
  • Das Nächste war die ständige Verkleinerung der Uhren. Es wurden andere Materialien und Werkzeuge verwendet und so konnten sie immer kleiner und leichter gebaut werden.
  • Das Wichtigste war es nun, der Uhr Energie in diesem kleinen Rahmen zu verleihen, damit sie auch weiterläuft, wenn man sie mit sich herumträgt. So war es dann der Nürnberger Peter Henlein, der um 1504 als Erster eine Feder mit einer Unrast in eine Uhr eingebaut hat. Die erste Uhr auf Taschengröße war sozusagen erfunden.
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