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Wer bietet wem das Du an? - So verhalten Sie sich richtig

Es ist noch gar nicht so lange her, da war es ausschließlich das Recht der Männer, den Damen das Du anzubieten - eine weitere Höflichkeitsregel bestand darin, dass der, bzw. die Ältere dem/der Jüngeren das Du anbieten durfte. Dass ein gesellschaftlich höher gestellter einem niedriger Gestellten das vertrautere Du anbot, war sowieso eher äußerst selten der Fall. Nun, die Zeiten haben sich geändert - das Du ist inzwischen oft schon fast selbstverständlich in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Trotzdem gibt es von Zeit zu Zeit Situationen, in denen Sie sich nicht sicher sind, ob Sie jemandem das Du anbieten oder es vielleicht doch besser unterlassen.

Unter Männern besiegelt man das Du häufig mit einem festen Händedruck.
Unter Männern besiegelt man das Du häufig mit einem festen Händedruck.

Wer es am Arbeitsplatz anbietet

  • In Firmen, Ämtern und sonstigen Institutionen besteht zwangsläufig eine Hierarchie. Hier muss das Angebot des Du immer von der übergeordneten Person ausgehen - das heißt konkret: Der höher Positionierte bietet den weiter unten Positionierten das Du an.
  • Unter Arbeitskollegen gleicher Positionen wird die Du-Regelung meist ziemlich locker gehandhabt. Jugendliche unter 18 Jahren werden sowieso meist mit Du angesprochen.
  • Einige wollen möglicherweise nach ihrem 18.Geburtstag nicht mehr mit Du angesprochen werden, hier liegt es, wenn Sie die ältere Person sind, in Ihrem Ermessen, das Du anzubieten oder zu erfragen ob der Jugendliche lieber gesiezt werden möchte.
  • Alternativ können Sie anbieten, die Person mit Sie und dem Vornamen anzusprechen - eine durchaus salomonische Regelung der Anrede, die gerade im Berufsleben zunehmend Anwendung findet.

Das Du im privaten Umfeld

  • Im Privatleben gilt nach wie vor die Regelung, dass der Ältere entscheidet, wem er das Du anbietet, bzw. ob er sich mit Jüngeren überhaupt duzen möchte - meist ist dies der Fall, wenn es sich beim Altersunterschied um eine oder gar zwei Generationen handelt.
  • Innerhalb der Generationen ist es heute fast schon Usus, dass man sich untereinander duzt, wobei Sie aber immer darauf achten sollten, dass Sie niemandem das Du aufdrängen - hier sollten Sie darauf achten, dass der Angesprochene, wenn er es möchte, die Möglichkeit hat die Distanz durch das Sie aufrecht zu erhalten.
  • Auch innerhalb von Vereinen ist meist das Du untereinander üblich. Die bereits angesprochenen Regeln haben auch hier ihre Gültigkeit, wobei es in der heutigen Zeit nicht mehr relevant ist, ob der Herr der Dame oder die Dame dem Herren das Du anbietet.

Wer bietet wem das Du an? - Veraltete Rituale

  • Auf das Du mit alkoholischen Getränken anstoßen, während man die Arme ineinander verhakt hat, gehört ebenso der Vergangenheit an, wie der dazugehörige Kuss.
  • In der heutigen Zeit begnügt man sich allenfalls mit einem Wangenküsschen und zugeprostet wird, wenn überhaupt, auch gerne mit alkoholfreien Getränken - Geselligkeit und Freundschaft braucht keinen Alkohol!
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