- 25.07.2011 Sabine Sanftleben
Ein Haustier ist eine feine Sache. Es bereitet Ihnen und Ihrer Familie viel Freude. Andererseits macht es aber auch Arbeit und kostet Geld. Sie haben sich bisher eher wenig Gedanken über ein Haustier gemacht? Eines ist sicher: Wenn Sie Kinder haben, dann wird der Tag kommen, an dem Sie darüber nachdenken müssen.
Kuschelhase oder Meerschwein - welches Haustier passt zu Ihnen?
Kinder sind schnell zu begeistern, verlieren aber auch schnell das Interesse. Nagetiere wie Meerschweinchen, Hamster oder Kaninchen sind zwar niedlich, aber oft auch etwas langweilig. Außerdem muss der Käfig regelmäßig gereinigt werden - das ist keine Arbeit, die bei Kindern besonders gut ankommt.
- Meerschweinchen sind beliebt. Sie sind freundlich und nur selten aggressiv oder angriffslustig. Ein besonders aktiver Gefährte ist das kleine Schwein jedoch nicht. Kinder, die sich einen lebhaften Spielgefährten wünschen, werden schnell enttäuscht sein. Das Meerschwein lässt sich streicheln und sitzt auch mal ganz gerne auf dem Schoss, aber das war's dann auch schon. Beachten Sie, dass Meerscheinchen die Gesellschaft eines Artgenossen brauchen.
- Sie denken an einen Hamster? Tun Sie's nicht! Hamster sind nachtaktiv und werden erst so richtig munter, wenn Ihre Kinder schon im Bett sind. Am Tag will der flauschige Nager schlafen. Und welches Kind will schon ein Haustier, das es nie zu Gesicht bekommt? Hamster brauchen keine Gesellschaft, sie leben gerne alleine. Vermutlich ist das auch einer der Gründe dafür, dass der Hamster auch schon mal "genervt" reagiert und lustvoll zubeißt, wenn es ihm zu "bunt" wird.
- Dann wäre da noch das Kaninchen. Das langohrige Schmusetier braucht Beschäftigung und liebt Gesellschaft. Bekommt das Kaninchen von Ihrer Familie genug Zuwendung, dann können Sie es als "Einzeltier" halten. Kümmern Sie sich eher weniger um "Meister Lampe", dann gönnen Sie ihm einen Artgenossen. Ihr Kaninchen soll frei durch die Wohnung hüpfen? Passen Sie auf! Auch ein Karnickel kann Ihnen zeigen, wie "der Hase läuft": Achten Sie unbedingt auf Ihre Kabel.
Den wollen alle - einen Hund
Er ist ein Spielkamerad, den sich wohl jedes Kind wünscht. Er ist treu, verspielt und zuverlässig. Sie denken über die Anschaffung eines Hundes nach? Überlegen Sie sich, welche Eigenschaften Ihr neues Familienmitglied haben sollte und informieren Sie sich über familienfreundliche Hunderassen.
- Zu den besonders kinderfreundlichen Familienhunden gehören - unter anderem - der Golden Retriever, der Berner Sennenhund oder der Bernhardiner.
- Kleinere Hunderassen eignen sich eher weniger. Je kleiner der Hund, um so weniger wird er von den meisten Kindern ernst genommen. Der kleine Kerl ist dann verunsichert und bekommt es mit der Angst zu tun. Die Folge: Ihr "Mini-Kläffer" zeigt sich von der schlechten Seite und beißt - "um Größe zu zeigen" - auch schon mal zu. Tut weh, gibt jede Menge Tränen und muss nicht sein!
- Für alle Hunde gilt: Erziehen Sie sie liebevoll und konsequent. Seien Sie Ihren Kindern ein Vorbild und zeigen Sie Verantwortung: Bringen Sie Ihren Kindern bei, wie Sie mit dem neuen Mitbewohner umgehen müssen.
- Lassen Sie Ihr Kind niemals unbeaufsichtigt mit dem Hund allein.
Egal, für welches Haustier Sie sich entscheiden, informieren Sie sich vorher genau. Bedenken Sie den Zeitaufwand und die Kosten, die Ihnen durch das Tier entstehen, und rechnen Sie auch die Tierarztbesuche mit ein.