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Welchen Abschluss braucht man als Personal Trainer? - Wissenswertes zum Beruf

Personal Trainer werden immer begehrter, denn viele Menschen bevorzugen ein flexibles Training, das auf ihre Probleme abgestimmt ist. Nach einer Geburt wird ein anderes Programm benötigt als bei einer Vorbereitung auf einen Marathon. Zudem braucht ein Personal Trainer auch Zusatzqualifikationen in der Ernährungslehre und der Sportmedizin, sodass eine umfassende Betreuung sichergestellt ist. Umso besser Ihr Abschluss ist, desto höher sind Ihre Chancen, einen großen Kundenkreis an sich zu binden und entsprechend hohe Stundenpreise verlangen zu können.

Der Bedarf an Personal Trainern steigt.
Der Bedarf an Personal Trainern steigt.

Ein guter Berater braucht einen geeigneten Abschluss

Sie haben mehrere Möglichkeiten, in den Fitnessbereich einzusteigen. Im besten Fall haben Sie bereits einen einschlägigen Abschluss, jedoch können Sie sich auch als Quereinsteiger so weit ausbilden lassen, dass Sie als Personal Trainer arbeiten können.

  • Sie könnten ein Sportstudium (Sportwissenschaften) absolvieren und diplomierter Sportwissenschaftler werden oder und sich in einem Lehramtsstudium zum Sport- oder Gymnastiklehrer ausbilden lassen.
  • Der klassische Weg ist eine Ausbildung zum Fitnessfachwirt, diese führen Sie in der Regel in einem Fitnessstudio aus. Nach Ihrem Abschluss können Sie hier erste praktische Erfahrungen mit Kunden sammeln.
  • Aber auch mit anderen Ausbildungen erhalten Sie wichtige Fähigkeiten, um als Personal Trainer zu arbeiten. So könnten Sie eine Ausbildung zum Physiotherapeuten oder Krankengymnasten zum Anlass nehmen, sich weiter im Fitnessbereich fortbilden zu lassen. 
  • Ohne eine dieser Ausbildungen können Sie bei privaten Anbietern (z.B. IST, BSA Akademie) oder einem Landesportverband eine Weiterbildung beginnen, auch verschiedene andere Organisationen wie die "Deutsche Fitnesslehrer Vereinigung" (DFLV) oder der "Deutsche Sportlehrerverband" (DSLV) bieten entsprechende Kurse an. Wollen Sie ohne Vorwissen Personal Trainer werden, müssen Sie zunächst die B-Lizenz erwerben. Diese Ausbildung dauert etwa sechs Monate und kostet je nach Anbieter zwischen 600 und 1000 Euro. 
  • Haben Sie die B-Lizenz erworben und mindestens ein Jahr Berufserfahrung im Fitnessbereich, können Sie die A-Lizenz erwerben, inoffiziell auch "Personal-Trainer-Lizenz" genannt. Mit einer entsprechenden Vorbildung absolvieren Sie sofort die A-Lizenz. Mit dieser Fortbildung erweitern Sie Ihr Wissen und erhalten Grundlagenwissen der Sportmedizin, der Trainingslehre oder der Sportpsychologie. Die A-Lizenz dauert nur etwa vier Monate. Mit dieser Lizenz haben Sie alle Fähigkeiten, um erfolgreich als Personal Trainer arbeiten zu können.

Personal Trainer werden

  • Personal Training beinhaltet mehrere Komponenten und besteht nicht nur aus Wissen aus dem Fitnessbereich. So sollten Sie Kenntnisse über eine ausgewogene Ernährung, Allergien und Essstörungen mitbringen und Ernährungspläne für verschiedene Erkrankungen zusammenstellen können.
  • Ein guter Personal Trainer braucht auch viel Einfühlungsvermögen und psychologisches Geschick, um seine Kunden stets von Neuem zu motivieren und von einem gesünderen Leben zu überzeugen. Jeder Mensch ist anders und benötigt eine andere Herangehensweise an das Training. Sie sollten kommunikativ sein und sich auf verschiedenste Menschen einstellen können. 
  • Sie sollten grundlegende Begriffe aus der Krankheitslehre kennen und etwa wissen, welche Übungen bei Rückenpatienten nicht durchgeführt werden dürfen. Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Bandscheibenvorfall oder Gelenkschmerzen sollten Sie kennen. Auch mit der Anatomie und Physiologie des Menschen sollten Sie vertraut sein. Welche Muskeln gibt es, wie arbeiten verschiedene Systeme zusammen?
  • Entsprechend Ihrer Vorbildung sollten Sie Ihr Wissen weiter ausbauen. So kennen sich Sportwissenschaftler zwar mit der Trainingslehre aus, Fortbildungen könnten eventuelle Lücken im Bereich Sportmedizin füllen. Themen wie "Medizinisches Aufbautraining", "Rückenschule" oder "Ernährungsberatung" sind für alle Personal Trainer interessant. Als Allrounder haben Sie größere Chancen, Kunden zu gewinnen. 
  • Zwar ist theoretisches Wissen essenziell, mindestens genauso wichtig ist jedoch, dass Sie Erfahrung im Fitnesstraining haben. Lernen Sie alle Bereiche des Fitnessstudios kennen und werden Sie kreativ, denn nicht immer trainieren Sie mit Kunden im Studio. Auch im Wald oder im Wohnzimmer müssen Sie so flexibel sein, dass gezielte Übungen durchgeführt werden können. 
  • Da Sie als Personal Trainer auf selbstständiger Basis arbeiten, müssen Sie auch an Ihrem Auftreten arbeiten. Können Sie andere von Ihren Fähigkeiten überzeugen? Entwickeln Sie Strategien, um Kunden langfristig an sich zu binden.

Nicht jeder Kunde braucht dasselbe. So könnten Sie als Personal Trainer Leistungssportler auf einen Wettkampf vorbereiten oder Menschen, die viel sitzen von den Vorzügen der Bewegung überzeugen.

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