Alle Kategorien
Suche

Welche Gemüsesorten nebeneinander pflanzen?

Verschiedene Gemüsesorten profitieren gegenseitig voneinander. Beachten Sie daher, welche Sorten Sie nebeneinander pflanzen.

Verschiedene nebeneinander gepflanzte Gemüsesorten sorgen für Abwechslung im Beet.
Verschiedene nebeneinander gepflanzte Gemüsesorten sorgen für Abwechslung im Beet.

Mischkulturen fördern die Artenvielfalt im Gemüsebeet

Mischkultur bedeutet, dass Sie unterschiedliche Gemüsesorten in einem Beet anpflanzen. Dafür genügen bereits kleinere Anbauflächen in Ihrem Hausgarten. Dadurch wird der Platz im Garten optimal genutzt. Auch in der Landwirtschaft wird diese Form der Anpflanzung betrieben.

Vorteilhaft bei der Mischkultur ist, dass der Boden gleichmäßiger genutzt wird. Denn die verschiedenen Pflanzen benötigen unterschiedliche Nährstoffe, im Gegensatz zu Pflanzen der gleichen Art, die dem Boden dieselben Nährstoffe in hohem Maße entziehen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich Schädlinge schwerer ausbreiten. Je nach Aneinanderreihung der Sorten wird den Schädlingen der Weg zur Nachbarpflanze erschwert oder komplett versperrt.

Wichtig ist, dass Sie berücksichtigen, welche Gemüsesorten am besten nebeneinander passen. Bestimmte Pflanzen begünstigen sich gegenseitig und schützen sich zudem vor Schädlingen. Andere Pflanzensorten hingegen eignen sich nicht zur Kombination innerhalb eines Beetes.

Generell gilt, dass Sie Nutzpflanzen einer gleichen Familie nicht zusammen anpflanzen sollten. Krankheiten und Schädlinge befallen bei einer einheitlichen Pflanzenfamilie meist das ganze Beet. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen auch in der Größe harmonieren. Für eine gute Ernte ist es wichtig, dass alle Sorten sowohl über als auch unter der Erde genügend Platz haben.

Gemüsesorten haben unterschiedliche Nährstoffansprüche 

Gemüsesorten unterteilen Sie anhand der verschiedenen Nährstoffansprüche in die drei Kategorien Stark-, Mittel- und Schwachzehrer. Diese Einteilung ist hilfreich bei der späteren Beeteinteilung und Fruchtfolge.

Schwachzehrer, zu denen viele Kräutersorten zählen, sind sehr genügsam. Ihnen reichen die Bodennährstoffe, die bei einer Mischkultur mit Mittel- und Starkzehrern im Boden verbleiben. 

Mittelzehrer liegen, wie der Name sagt, zwischen Schwach- und Starkzehrern. Düngen Sie Beete mit Mittelzehrern im Herbst mit etwas Kompost. Zur Begünstigung der Wachstumsphase geben Sie den Pflanzen etwas organischen Dünger wie beispielsweise Brennesseljauche.

Starkzehrer benötigen die meisten Nährstoffe. Versorgen Sie Starkzehrer-Beete mit ausreichend Dünger. Geben Sie im Herbst Gründünger auf das Beet, den Sie im Frühjahr in die Erde einarbeiten. Während der Wachstumsphase versorgen Sie die Pflanzen ebenso wie die Mittelzehrer mit organischem Dünger.

Nährstoffkategorie-Übersicht verschiedener Gemüsesorten
Pflanzentyp Gemüsesorten
 Schwachzehrer  Erbsen, Kräuter, Feldsalat, Buschbohnen. Kresse, Erdbeeren
 Mittelzehrer Mangold, Karotten, Paprika, Endiviensalat, Rettich, Radieschen, Spinat, Schwarzwurzeln, Zwiebeln, Stangenbohnen, Knoblauch, Fenchel, Porree, Kohlrabi
 Starkzehrer Gurken, Kartoffeln, Kohl, Lauch, Tomaten, Blumenkohl, Sellerie, Wirsing, Auberginen, Brokkoli, Kürbisse, Zucchini

Diese Sorten können Sie nebeneinander pflanzen

Bei Mischpflanzung ist es wichtig, dass Sie beachten, welche Pflanzen am besten miteinander harmonieren. Synergien entstehen durch unterschiedlichen Nährstoffbedarf der verschiedenen Pflanzenarten, aber auch durch gegenseitige Schädlingsbekämpfung

Beachten Sie beim Anpflanzen, dass Sie oberirdisch und unterirdisch reifendes Gemüse nebeneinandersetzen. So können Sie den Platz im Beet optimal ausnutzen, da Sie die einzelnen Pflanzen näher zusammensetzen können. Beim Wachsen bedrängen sich die Pflanzen nicht, wodurch Sie einen höheren Ernteertrag erzielen. 

Pflanzen Sie bestimmte Gemüsesorten zusammen, um Schädlinge abzuhalten. Setzen Sie in das Beet, in dem Sie Karotten anpflanzen, etwas Petersilie. Dadurch wird die Möhrenfliege ferngehalten, die der häufigste Schädling bei Karotten ist. Knoblauch in der Nähe der Erdbeerpflanze schützt gegen die Erdbeerfliege.

Geeignete Pflanz-Kombinationsmöglichkeiten
Pflanzensorte  Gute Kombinationen
Blumenkohl Erbsen, Rote Beete, Spinat, Endivien
Erbsen Gurken, Kopfsalat, Karotten, Dill, Kohl, Zucchini, Radieschen
Gurken Kohl, Kopfsalat, Fenchel, Zwiebeln, Bohnen, Lauch
Kartoffeln Kohlrabi, Spinat, Knoblauch
Kopfsalat Karotten, Erbsen, Bohnen, Gurken, Tomaten, Zwiebeln, Dill, Radieschen, Erdbeeren
Paprika Kohl, Karotten, Tomaten, Gurken
Karotten Salat, Lauch, Radieschen, Zwiebeln, Erbsen, Schnittlauch, Tomaten
Tomaten Kohl, Knoblauch, Salat, Paprika, Zucchini, Spinat, Bohnen

Hinweise zur Anordnung im Beet

Pflanzen Sie die Gemüsesorte, die Sie als Letzte abernten, in die Mitte des Beetes. Sorten mit einer frühen Ernte setzen Sie an den Rand. So beschädigen Sie die noch im Beet verbleibenden Pflanzen nicht bei der Ernte.

Berücksichtigen Sie den Fruchtwechsel beim Anlegen des Beetes. Vorteilhaft ist es, wenn Sie jedes Beet in drei Abschnitte unterteilen. Pflanzen Sie je Abschnitt Stark-, Mittel- und Schwachzehrer. Wechseln Sie die Sektoren jährlich ab, damit der Boden nicht ausgelaugt wird.

Ausnahmen beim Fruchtwechsel können Sie bei Rhabarber, Erdbeeren und Tomaten machen. Diese schädigen den Boden nicht und Sie können diese mehrere Jahre nacheinander am gleichen Ort pflanzen.

Ganz gleich, wie groß Ihr Beet ist, das Sie bepflanzen. Wichtig ist, dass die verschiedenen Gemüsesorten zusammenpassen. Ist dies der Fall, können Sie sich über gesunde Pflanzen und einen reichen Ernteertrag freuen.

Teilen: