Weitwanderwege in Frankreich bewältigen

Frankreich bietet eine atemberaubend schöne Natur. Frankreich bietet eine atemberaubend schöne Natur.
Denkt man an Frankreich, so ist das wohl automatisch erste Bild, das einem als Ausländer in den Kopf schießt, das vom Eifelturm, von Paris als der Stadt der Liebe und einer Millionenmetropole der Extraklasse. Dabei hat Frankreich neben städtischen Abenteuern auch allerhand Natur zu bieten. Und die lässt sich am allerschönsten auf Wanderungen erkunden. Welche Weitwanderwege in Frankreich empfehlenswert sind und wo sich die natürlich bezaubernde Seite des Landes am schönsten erforschen lässt, lesen Sie hier.
Sima Moussavian
08.12.2011 Sima Moussavian
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Weitwanderwege in und um die Cevennen

In Frankreich bieten sich vor allem die Cevennen im Süden nahe der Mittelmeerküste für Wandertouren an, weil sich hier viele Weitwanderwege finden.

  • Die Cevennen erstrecken sich über die Départements Lozère, Gard, Ardeche und Aveyron und Sie sollten wissen, dass das Wetter mit durchschittlichen 18 bis 21 Grad auch im Sommer nicht unbedingt Urlaubshitze verspricht. Gerade für Weitwanderungen sollte das aber eher ein Vorteil als ein Nachteil sein.
  • Zudem ist der Cevennen-Nationalpark eines der schönsten Gebiete in ganz Frankreich. Er bietet 3213 km² beinahe unberührte Natur und befindet sich als einziger französischer Nationalpark nicht mitten im Hochgebirge, sondern wird von den Bergen Mont Lozère, Mont Aigoual und dem Causse Méjean Hochplatteau umschlossen. Eine Wanderung hier bietet Ihnen vor allem Abwechslung, so folgt auf Berge aus Schiefergestein ein tiefes, grünes Tal, durch das gleich mehrere wilde Bäche plätschern.
  • Letztlich eignet sich daneben das Ventalon mit seinen anspruchsvollen Weitwanderwegen für Wanderurlauber. Hier können Sie über fünf Tage an geführten Wanderungen teilnehmen, dabei werden Sie um die 4 bis 5 Stunden pro Tag unterwegs sein und je ca. 12 Kilometer zurücklegen.
  • Grundsätzlich werden auf Wanderungen am Ende zwischen 300 bis 400 Höhenmeter bewältigt. In Wanderhütten oder Wanderherrbergen auf dem Weg durch das Ventalon werden Sie übernachten und speisen, wie bei Touren üblich bieten die meisten Gasthäuser für Bucher Mehrbettzimmer an, auf Wunsch haben Wanderherbergen aber auch Doppelzimmer zur Verfügung.
  • Haben Sie genug Wandererfahrung, so ist auch der Weitwanderweg zum Mont Lozère ein echtes Erlebnis. Dabei starten Sie auf einer einsamen Hochebene und ziehen von dort aus über 6 Tage durch den Süden Frankreichs, wobei es 400 bis 600 Höhenmeter zu überwinden gilt. Genrell sollten Sie hier mit Tagestouren von 5 bis 6 Stunden und zu bewältigenden 15 km bis 20 km rechnen. Ist Ihnen das zu anspruchsvoll, so könnten sich vielleicht die Wanderungen entlang der Kartharerburgen für Sie anbieten, wo Sie neben der Natur auch die Geschichte Frankreichs besser kennenlernen.
  • Die Weitwanderwege um und auf den Pont de Montvert direkt in den Cevennen sind die wohl größte Herausforderung des Gebiets, weil Touren hier um die 8 Tage dauern und Höhenunterschiede von mindestens 600 Metern überwunden werden müssen. Anders als für Südfrankreich gewöhnlich dürfte die Temperatur hier im Sommer bis auf mindestens 30 Grad ansteigen, sodass Sie sich gegen Hitze wappnen sollten, zwischen Juli und Mitte August werden Wandertouren in dieser Region nicht einmal angeboten.
  • Enschließen Sie sich, im Drome Provencale wandern zu wollen, so gilt es, eine gewaltige Hügellandschaft zu bewältigen und schließlich den Gebirgszug des Vercors zu besteigen, wobei Sie bis zu einer Höhe von 1500 m vordringen werden. Neben Lavendelfeldern und Obstplantagen bekommen Sie hier auch die absolute Kargheit des Landes zu sehen. Generell werden Touren über Weitwanderwege hier um die 9 Tage in Anspruch nehmen, täglich werden Sie bis zu 7 Stunden unterwegs sein und an die 1000 Höhenmeter überwinden.

Andere Wanderregionen Frankreichs

  • Herausfordernde Weitwanderwege bieten auch die Pyrenäen. Als weitläufigstes Gebirge Frankreichs sind sie ein Wandererparadies und eröffnen dem Urlauber die wohl mediterranste Seite des Landes. Wer es lieber natürlich mag, sollte jedoch auf eine Tour durch das Gebirge verzichten. Weil die Pyrenäen eines der beliebtesten Wanderziele Frankreichs sind, sind die meisten Wege künstlich aufgesetzt und die Natur scheint nicht mehr so unberührt, wie sie in anderen Regionen des Landes noch erhalten ist.
  • Weitere Weitwanderwege finden Sie im Land der Katharer, wo menschenleere Gebirgszüge und Fluchtburgen Ihnen die französische Vergangenheit näher bringen werden. Entscheiden Sie sich für eine solche Geschichtswanderung, sollten Sie aber jemanden mitnehmen, der sich auskennt, sonst werden Sie die Hintergründe des auf der Wanderung Gesehenen wahrscheinlich nicht verstehen.
  • Wer an Felsküsten entlang wandern möchte, dem ist es zu empfehlen, sich in der Bretagne niederzulassen. Für Wanderungen an kilometerlangen Sandstränden bietet sich dagegen eher das Hinterland von Montpellier an, zudem finden sich dort abenteuerliche Schluchten und Grotten zur Abkühlung nach einem weiten Marsch.
  • Nördlich von Nizza lädt zudem der Nationalpark Mercantour auf seinen 70.000 ha dazu ein, stundenlange Touren zu machen und ausgefallene Tiere in freier Wildbahn zu beobachten. Am beliebtesten sind hierbei Wanderungen zum Vallée des Merveilles inmitten des Mercantour-Parks, wo 100.000 Zeichnungen aus der Bronzezeit auf den Felsen prangen.

Je nachdem wie fit Sie sind, haben Sie nun die Qual der Wahl, unter den Dutzenden Weitwanderwegen durch Frankreichs wundervoll unberührte Natur den richtigen auszusuchen. Überschätzen Sie dabei nicht Ihre Fähigkeiten, denn nichts ist ärgerlicher, als den Urlaub am Ende wegen Erschöpfung abbrechen zu müssen.

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