Weihnachten in der Türkei - Ideen für einen besonderen Urlaub

Ephesos sollte man sich auf den Reiseplan setzen Ephesos sollte man sich auf den Reiseplan setzen
Möchten Sie einmal eine besondere Weihnachtsstimmung erleben? Ohne Hektik und Rummel, aber vielleicht doch mit einem leisen Weihnachtscharakter? Dazu bietet sich die Türkei als Reiseurlaubsland geradezu an. Weihnachten in der Türkei kann zu einem besonderen Erlebnis werden. Hier können Christen wie Nichtgläubige auf ihre Kosten kommen. Aber wo?
Henriette Wild
21.12.2011 Henriette Wild

Weihnachten in der Türkei an der Westküste erleben

  • Bei dieser Reise-Idee steht das individuelle Reisen im Vordergrund. Ohne jegliche Terminverpflichtungen Kultur, Land und Leute erleben.
  • Um Hotelreservierungen zu dieser Jahreszeit muss man sich keine Sorgen machen. Gerade in kleineren Boutique-Hotels kann man gute Übernachtungsmöglichkeiten finden. Auch die Preise werden günstig sein, da keine Saison zu Weihnachten in der Türkei besteht.
  • Wählen Sie als Zielflughafen Izmir aus. Izmir wird von sämtlichen Abflughäfen in Deutschland angeflogen.
  • Um völlig frei in seinen Unternehmungen zu sein, empfiehlt es sich, einen Mietwagen anzumieten.
  • Es besteht auch die Möglichkeit, ab Izmir mit den privaten Überlandbussen weiter zu reisen. Man sollte jedoch bedenken, dass diese Überlandbusse nur Hauptverbindungsorte anfahren. Davon entferntere Besichtigungsorte sind somit etwas schwieriger zu erreichen.

Weihnachten in der Türkei in der Antike beginnen

  • Sicher lohnt es sich, bevor man von Izmir aus weiter fährt, die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten noch anzuschauen. Doch sollen sie nicht Hauptbestandteil dieser beschriebenen Tour werden.
  • Das erste Ziel bei dieser Reiseidee, Weihnachten in der Türkei, ist Selcuk.
  • Selcuk liegt 80 km südlich von Izmir und ist durch eine Autobahn in gut einer Stunde zu erreichen. Hier vereinen sich Antike, Christentum und türkische Kultur in wunderbarer Weise.
  • In Selcuk sollte man unbedingt das archäologische Museum besuchen. In diesem Museum sind überwiegend Stücke aus dem nahegelegenen Ephesos ausgestellt, die in den einzelnen Sälen ihre neue Heimat gefunden haben. Auch eine volkskundliche Sammlung sowie ein interessanter Außenteil runden diesen Museumsbesuch ab.
  • Die Johanneskirche ist eine weitere Sehenswürdigkeit, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
  • Nach christlichen Überlieferungen soll der Apostel Johannes mit Maria nach Ephesos geflohen sein und dort bis zu seinem Tod gelebt haben. Auch soll er dort das Johannesevangelium verfasst haben.
  • Begraben wurde er angeblich am Hang des Ayasoluk Hügels. Im 4. Jahrhundert wurde über seinem Grab die Johanneskirche errichtet und Kaiser Justinian ersetzte sie durch eine dreischiffige Basilika.
  • Der zweite Tag in Selcuk könnte man ganz der ältesten und bedeutendsten antiken griechischen Stadt widmen. Ephesos und seinen Ausgrabungen. Mit gutem Schuhwerk ausgestattet, etwas Brotzeit und Wasser im Rucksack, kann man sich nun stundenlang in diesem Freilichtmuseum bewegen.

Als Christ Weihnachten in der Türkei besonders erleben

Vom gesamten Weihnachtsrummel bekommt man in der Türkei nicht viel mit. Obwohl sämtliche Straßen der größeren Städte mit Weihnachtsbeleuchtungen ausgestattet sind, Hotels und Einkaufszentren von kitschigen Weihnachtsbäumen erhellt werden, geht das Fest der Geburt Christi fast an einem vorüber. Doch an einem Ort in der Türkei kann man ein besonderes Weihnachtsfest erleben. Wer daher Weihnachten in der Türkei verbringt, sollte sich diese christliche Begegnungsstätte nicht entgehen lassen.

  • Auf dem Nachtigallenberg oberhalb von Selcuk, ungefähr 7 km von der Stadt entfernt, inmitten eines Waldes, befindet sich die angeblich letzte Wohn- und Sterbestätte von Maria.
  • Das Meryem Ana Evi ist von Moslems und Christen eine Begegnungsstätte der besonderen Art. Beide Religionen finden sich hier zusammen, um zu Maria zu beten und Kerzen aufzustellen.
  • In diesem Marienhaus treffen sich viele Christen aus der Türkei und ganz Europa am 1. Weihnachtsfeiertag, um gemeinsam die Geburt Christi zu feiern. Diesen besonderen Weihnachtsgottesdienst sollte man sich nicht entgehen lassen.

Weitere Reiseziele für Weihnachten in der Türkei

  • Ein nächstes Ziel, um Weihnachten in der Türkei zu verbringen, könnte Pamukkale mit seinen berühmten Kalksinterterrassen sein.
  • Bevor man jedoch die Fahrt nach Pamukkale, fortsetzt, könnte man auch noch einen Abstecher nach Kusadasi machen. Kusadasi hat im Winter zwar ein anderes Flair als im Sommer, aber der Yachthafen und die autofreie Innenstadt bieten auch außerhalb der Saison einen gewissen Reiz.
  • Von Kusadasi aus kann nun die Fahrt weiter nach Denizli, zu den Kalksinterterrassen von Pamukkale gehen. Die Fahrt geht ungefähr 3 Stunden nach Osten ins Landesinnere.
  • Die Kalksinterterrassen von Pamukkale, die auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO stehen, haben zwar durch einen starken Tourismus an Schönheit eingebüßt, doch durch eine groß angelegte Renaturierung ist man bemüht, die Terrassen wieder in ihrem weißen Erscheinungsbild präsentieren zu können.
  • Doch mindestens genauso interessant ist die antike griechische Stadt Hierapolis, bekannt durch ihre warmen Quellen und die antiken Totenhäuser und Grabmale, die oberhalb von Pamukkale zu besichtigen ist.
  • Diese Rundreise kann nun abgeschlossen werden, mit einer Rückfahrt von Denizli über Manisa nach Izmir.
  • In Manisa haben Sie noch die Möglichkeit, Moscheen, Türben und Medresen aus der Zeit der Seldschuken und Osmanen zu besichtigen.
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