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Wasserkühlung selber bauen für den Prozessor im Computer

Die Wasserkühlung im PC kann man auch selber bauen. Eine Wasserkühlung im Pc gilt ais das Nonplusultra, wenn es darum geht, Hochleistungscomputer effizient zu kühlen. Im Fachhandel werden die verschiedensten Systeme und Baugruppen angeboten, die es auch einem Laien ermöglichen, sich eine Wasserkühlung selber in den Computer einzubauen.

Die alte Kühlung verursacht oft Lärm.
Die alte Kühlung verursacht oft Lärm.

Was Sie benötigen:

  • Bausatz
  • Destilliertes Wasser
  • Anleitung

Welche Wasserkühlung ist die richtige?

  • Eine ideale Lösung wäre, wenn Sie sich vor dem Kauf oder dem Konzipieren des neuen Computers schon für die Wasserkühlung entscheiden würden. Dann kann das Gehäuse schon im Hinblick auf die speziellen Anforderungen ausgewählt werden, oder Sie kaufen ein schon vorinstalliertes Gehäuse.
  • Grundsätzlich muss bei der Wahl der Komponenten von der anfallenden Wärme ausgegangen werden. Betreiben Sie eine CPU der Spitzenklasse, oder benutzen Sie eine sehr leistungsfähige Grafik, z.B. für aufwändige Spiele, dann sollten Sie auch auf eine hochwertige Wasserkühlung achten. Sie ist je nach Ausstattung etwa ab 200 € aufwärts zu veranschlagen.
  • Sie haben die Wahl zwischen einem Komplettsystem oder einzelnen Komponenten, die dann aufeinander abgestimmt sein müssen. Bevorzugen Sie die Verschraubung als Anschlussmethode für die Schläuche. Der Ausgleichbehälter sollte transparent sein, damit die Wasserbewegung beobachtet werden kann.
  • Es werden externe und auch interne Systeme angeboten. Bei hochleistungsfähigen Kühlungen werden Sie oft auf ein externes System zurückgreifen müssen, weil der Platz im Gehäuse nicht ausreicht. Überlegen Sie, ob nicht ein Display in Frage kommt, das Ihnen die Daten über das System anzeigt, oder ob auch die Grafikkarte mit gekühlt werden soll.

So bauen Sie die Wasserkühlung zusammen

  1. Sie benötigen neben dem Kühlmodul für die CPU eine Umwälzpumpe, einen Ausgleichbehälter, einen Wärmetauscher und Verbindungsschläuche mit Anschlussstücken. Ein internes System beherbergt alle Teile im PC-Gehäuse, ein externes System liegt außerhalb dessen, nur das Kühlmodul sitzt auf dem Prozessor.
  2. Bei einem externen System haben Sie den Betriebsablauf gut im Blick, der Aufbau stört aber die Umgebung und verlangt zusätzlichen Platz. Die Schläuche müssen länger sein, sie sollten bei scharfen Biegungen mit einem Schutzrohr versehen werden, der die Bildung von Knicken verhindert.
  3. Das Kühlmodul bauen Sie einfach anstelle des alten ein. Dann führen die Schläuche als Kreislauf vom Ausgang zum Wärmetauscher, dem Ausgleichbehälter, zur Pumpe und dann zum Eingang am Kühlmodul. Manche Wärmetauscher kommen ohne einen Lüfter aus, für ein internes System müssen Sie evtl. das Gehäuse für einen größeren Lüfter ändern.
  4. Möchten Sie auch die Grafikkarte mit kühlen, gibt es dafür vorbereitete Anlagen. Am besten ist es, wenn die GraKa einen eigenen Kreislauf erhält. Dazu muss am Wärmetauscher ein zweiter, doppelter Anschluss vorhanden sein. Bauen Sie die Schlauchanschlüsse sorgfältig ein, damit keine Lecks auftreten.
  5. Achten Sie auf die Leistungsreserven des Netzteils. Der Wärmetauscher benötigt zwar nicht viel Strom, aber wenn er leistungsabhängig gesteuert wird, kann es bei einem großen Lüfter zu Spitzen kommen, die dann vom Netzteil bewältigt werden müssen.

Auf jeden Fall erreichen Sie mit einer Wasserkühlung ein wesentlich leiseres und stabileres PC-System. Das Übertakten und der Einbau energieintensiver Hardware, wie etwa einer Hochleistungs-Grafikkarte, wird damit möglich und stellt nur noch eine finanzielle Hürde dar.

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