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Wasserkarte für Brandenburg richtig lesen - so gelingt eine Rundreise auf der Havel

Möchten Sie mit Ihrem Boot die Seen rund um Potsdam erkunden, sollten Sie eine Wasserkarte für Brandenburg mitführen. Bei den zahlreichen zusammenhängenden Wasserstraßen können Sie sich leicht verfahren.

Brandenburg hat viele idyllische Seen und Liegeplätze zu bieten.
Brandenburg hat viele idyllische Seen und Liegeplätze zu bieten.

Möchten Sie mit Ihrem Boot die Seen rund um Potsdam erkunden, haben Sie viele Möglichkeiten für eine Tour, die einen Tag oder mehrere Tage andauern kann. Reisen Sie mit Ihrem Boot auf einem Trailer an, können Sie das Boot an vielen Häfen zu Wasser lassen, beispielsweise in Potsdam, Berlin, Werder oder Ketzin. Auch Gastliegeplätze sind überall in ausreichender Zahl vorhanden, außerdem Wasserwanderrastplätze, von denen aus Sie die Umgebung erkunden oder über Nacht ankern können. 

Eine Wasserkarte ist auf den Seen von Brandenburg und Berlin unverzichtbar

  • Wenn Sie sich auf der Havel und den Seen, welche der Fluss durchfließt, nicht auskennen, sollten Sie in eine Wasserkarte investieren. Ohne diese können Sie sich leicht verfahren, denn die Routen haben viele Abzweigungen. Diese führen teilweise in flache Gewässer. Außerdem gibt es zahlreiche Brücken, was für Segler interessant sein dürfte.
  • Planen Sie Ihre Route anhand der Wasserkarte im Vorfeld. Sie finden viele wichtige Informationen über die Länge, die Gewässertiefe, die Höhen von Brücken und über Wasserwanderrastplätze. 

Vorschläge für schöne Touren auf der Havel

  • Wenn Sie Ihr Boot in Potsdam zu Wasser lassen und sich in Höhe der Glienicker Brücke befinden, können Sie die Wasserstraßen von Brandenburg auf zwei Routen sehr gut kennenlernen. Wenn Sie durch die Glienicker Brücke nach rechts in Richtung Großer Wannsee fahren, kommen Sie an der Insel Schwanenwerder vorbei zum Standbad Wannsee. Geradeaus würden Sie nach Spandau weiterfahren, wenn Sie jedoch am Standbad Wannsee vorbei in Richtung Kleiner Wannsee fahren, kommen Sie an den großen Wannseevillen vorbei und befahren den Stölpchensee, bevor Sie wieder auf die Glienicker Brücke zukommen.
  • Lassen Sie die Glienicker Brücke links liegen und fahren Sie geradeaus in Richtung Nedlitz. Sie wechseln auf den Paretz-Havel-Kanal, eine lange Wasserstraße, die an Feldern vorbeiführt. Sie mündet in der Ketziner Havel. Von dort aus halten Sie sich links in Richtung Ketzin. Sie können in dem kleinen havelländischen Ort ankern, am Wasserwanderrastplatz gibt es eine Pizzeria, ein paar Gehminuten weiter im Ort weitere Restaurants. Hier können Sie auch mit einem größeren Boot anlegen.
  • Befahren Sie die Ketziner Havel weiter in Richtung Westen, kommen Sie in die Stadt Brandenburg. Hier müssen Sie beachten, dass Sie je nach Fahrtstrecke mehrere Schleusen bewältigen müssen. Sie verlassen auf dieser Wasserstraße Brandenburg und kommen auf die Elbe, von dort aus können Sie nach Magdeburg fahren.
  • Vom Wasserwanderrastplatz Ketzin aus müssen Sie sich links halten, um auf die Potsdamer Havel zurückzufahren. Die Einfahrt von Ketzin aus ist schmal und aufgrund der vielen Mündungen der Havel leicht zu übersehen. Befahren Sie den schmalen Arm der Havel, vorbei an Phöben und Töplitz, bis Sie über den Großen Zernsee nach Werder /Havel kommen. Der kleine Ort bietet einen Wasserwanderrastplatz inmitten des Ortskerns. 
  • Fahren Sie an der Insel vorbei, kommen Sie durch die Baumgartenbrücke auf den Schwielowsee. Hier fahren Sie am Schwielowseeresort vorbei nach Caputh und auf den Templiner See. Danach erreichen Sie wieder Potsdam, vorbei an Hermannswerder und der Freundschaftsinsel. An der Glienicker Brücke haben Sie Ihre Rundfahrt beendet. 
  • Planen Sie für die Tour über den Wannsee, Ketzin und Werder mindestens zwei Tage ein. Wollen Sie Pausen einlegen, baden gehen und die Orte besuchen, sollten Sie entsprechend mehr Zeit zur Verfügung haben.
  • Die Fahrt nach Brandenburg ist von Ketzin recht weit und Sie müssen die Strecke wieder zurückfahren. Wollen Sie sich Brandenburg anschauen, sollten Sie zwei weitere Tage für diesen Abstecher zur Verfügung haben.

Auch wenn Sie ein schnelles Boot haben, sollten Sie beachten, dass die Wasserstraßen rund um Potsdam mit Geschwindigkeitsbegrenzungen belegt sind. Die Wasserpolizei ist in diesem Gebiet sehr präsent, mit Kontrollen müssen Sie immer rechnen.

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