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Was verdient man als Fotograf? - Wissenswertes zum Berufsbild

Fotografen betrachten die Welt durch eine Kamera und halten ihre Sicht der Dinge im Bild fest. Je nach Spezialisierung arbeitet der Fotograf in der Werbung, für Zeitungen oder Magazine, freiberuflich auf Hochzeiten oder in einem Studio in der Porträtfotografie. Entsprechend dieser sehr unterschiedlichen Tätigkeitsfelder verdient ein Fotograf mal mehr, mal weniger viel. Lediglich die Ausbildungsvergütung ist für alle angehenden Fotografen gleich.

Fotografen halten Erinnerungen fest.
Fotografen halten Erinnerungen fest.

Verdient ein Azubi viel?

  • Erfragen Sie bei Ihrer zuständigen Handwerkskammer, wie viel ein angehender Fotograf während der Ausbildung verdient. Der Verdienst ist abhängig von Ihrem Alter, aber auch von den aktuell geltenden Tarifverträgen.
  • Entsprechend der Empfehlungen der Verbände und Innungen werden die Tarifverträge jedes Jahr neu überprüft und gegebenenfalls angepasst. Im Jahr 2012 verdienen Azubis unter 18 Jahren im ersten Jahr 235, im zweiten 255 und im dritten Lehrjahr 285 Euro. Sind Sie genau oder älter als 18 Jahre, bekommen Sie im ersten Jahr 260, im zweiten Lehrjahr 285 Euro und im dritten Lehrjahr 315 Euro. Absolvieren Sie eine ausschließlich schulische Ausbildung, bekommen Sie kein Geld.

Jeder Fotograf sollte sich spezialisieren

  • Ihre späteren Verdienstmöglichkeiten unterscheiden sich zunächst danach, ob Sie fest angestellt sind oder als Freiberufler arbeiten. Das Einstiegsgehalt für angestellte Fotografen liegt bei etwa 2000 Euro.
  • Freiberufler können mehr verdienen, da sie ihre Honorare selbst festlegen, Sie müssen jedoch zunächst in Ihre Ausstattung investieren, zudem müssen Sie sich einen Ruf erarbeiten und einen festen Kundenstamm aufbauen, um ein regelmäßiges Einkommen zu haben.
  • Abhängig von Ihrem Können und Ihrer gesammelten Erfahrung können Sie als Freiberufler Tagessätze zwischen 170 und 260 Euro festlegen. Sind Sie Outdoor-, oder Hochzeitsfotograf, können diese Sätze auf bis zu 1000 Euro steigen. Orientieren Sie sich als Freiberufler an den Empfehlungen der verschiedenen Verbände, etwa dem "Centralverband Deutscher Berufsfotografen" (CV), dem "Deutschen Verband für Fotografie" (DVF) oder Verbänden freier Fotografen.
  • Wollen Sie sich ein eigenes Fotostudio mit überdurchschnittlich guter technischer Ausstattung aufbauen, können Sie mehr verlangen als ein Freiberufler.
  • Zuletzt entscheidet Ihr Schwerpunkt über Ihren Verdienst. Modefotografen verdienen deutlich mehr als Porträtfotografen. Auch Industrie- und Werbefotografen sind gefragt und verdienen aufgrund ihrer Expertise mehr als Bildjournalisten.

Ein Fotograf verdient Anerkennung und Ruhm

  • Die Grundsteine Ihrer späteren Arbeit als Fotograf legen Sie bereits während der Ausbildung. Denn entsprechend Ihrem gesetzten Schwerpunkt müssen Sie bei Ihrer Arbeit auf unterschiedliche Dinge achten. Ein Hochzeitsfotograf macht andere Bilder als ein Experte, der Fotos für Modemagazine macht.
  • Fotograf ist ein zulassungsfreier Handwerksberuf, das heißt, Sie benötigen keinen Nachweis einer abgeschlossenen Ausbildung oder gar einen Meisterbrief. Sie können sich das Fotografieren auch autodidaktisch beibringen und als Freiberufler arbeiten. Haben Sie Talent und den Blick fürs Detail, können Sie so schnell viele Aufträge bekommen.
  • Legen Sie großen Wert auf den künstlerischen Aspekt, können Sie frei entscheiden, was Sie fotografieren. Ihre Werke können Sie im Internet verkaufen.
  • Auch Promi-Fotografen werden gebraucht. Diese machen Bilder vom roten Teppich und versuchen das eine Bild zu bekommen, für das Magazine viel Geld bezahlen. Für ein gesuchtes Bild bezahlen Magazine mehrere hunderttausende Euro. Jedoch muss es exklusiv sein, das heißt, Sie haben als einziger das begehrte Foto gemacht.
  • Zudem können Sie auf Industrie-, Mode-, Architektur-, Porträt-, Natur- oder Eventfotografie spezialisieren. Arbeiten Sie freiberuflich für Forschungseinrichtungen, Denkmalschutzbehörden, Zeitungen und Online-Portale oder Kunden aus der Werbung.

Kein Fotograf verdient dasselbe wie der Kollege. Während sich klassische Porträtfotografen mit einem bescheidenen Gehalt zufriedengeben müssen, können die Stars der (Mode-)Szene sogar Millionäre werden.

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