Wenn Ihr Kind gerade häufig ungehorsam ist, entspannen Sie die Situation zuerst, indem Sie mehr Freizeit mit ihm verbringen, indem Sie mit ihm spazieren gehen, kuscheln, zusammen auf dem Sofa sitzen.

Überprüfen Sie, warum Ihre Kinder nicht gehorchen

  • Überprüfen Sie dann Ihre Anweisungen. Anweisungen an die Kinder sollten Sie klar und einfach fassen. Verwenden Sie einen kurzen Satz ohne jegliche ja-aber. Etwa: „Räum jetzt bitte dein Zimmer auf.“ Falsch wäre: „Könntest du mal dein Zimmer aufräumen?“ Genauso falsch wäre ein Vorwurf wie „Nie räumst du dein Zimmer auf!“
  • Wenn Sie etwas von Ihrem Kind wollen, achten Sie unbedingt darauf, dass Sie seine Aufmerksamkeit haben. Schauen Sie ihm dabei direkt in die Augen, legen Sie ihm die Hand auf die Schulter, wenn es nicht reagiert.
  • Achten Sie auf Ihre Körpersprache. Ihr Kind soll Sie nicht mehr boxen? Dann lächeln Sie nicht dabei. Wenden Sie sich dem Kind zu und zeigen Sie, dass Sie auf seine Handlungen achten. Befehle nebenbei befolgt selbst das netteste Kind kaum.

Ungehorsam sollte nicht ohne Folgen für Ihre Kinder bleiben

  • Wenn Ihr Kind Ihnen nicht gehorcht, darf das Folgen haben. Das müssen Sie aber vorher – und wieder so, dass es das Kind erreicht – ankündigen.
  • Haben Sie verboten, dass Ihr Kind sich ohne zu fragen an Ihren PC setzt und es tut es dennoch, können Sie etwa verbieten, dass es die nächsten drei Tage Ihren Computer benutzen darf. Das Kind wird möglicherweise jammern, bleiben Sie freundlich und bestimmt. Strafen sollten etwas mit dem Ungehorsam zu tun haben.
  • Nehmen Sie sich immer mal wieder Zeit, mit Ihrem Kind bestimmte Ge- und Verbote in Ihrer Familie zu hinterfragen, nicht im Streit, in Ruhe. Warum nur 30 Minuten Fernsehen? Warum muss Ihr Kind um halb Acht ins Bett, während Nachbarskinder im gleichen Alter noch draußen sind?
  • Manche Gebote können Sie auch mit kleinen Belohnungen verknüpfen, etwa dem Kind eines Zeit lang jedes Mal, wenn es selbständig an einer Straße rechts und links schaut, ein Gummibärchen zu verteilen.
  • Bevor Sie wirklich die Nerven verlieren – oder nachdem Sie es taten: Suchen Sie sich professionelle Hilfe.