Was tun? - Nachfrage bei säumigen Mietern

  • Generell sollten Sie als Vermieter vom Mieter bei Abschluss des Mietvertrages eine Einzugsermächtigung verlangen. Dann kann sich ein Mietrückstand nur ergeben, wenn das Konto des Mieters nicht die entsprechende Deckung aufweist.
  • Wenn Ihr Mieter mit der Mietzahlung in Rückstand geraten ist, sollten Sie nicht gleich böse Briefe schreiben, sondern lieber das Gespräch suchen. Dies bietet sich gerade dann an, wenn Sie als Vermieter selbst in dem Haus wohnen, in dem Sie die anderen Wohnungen oder eine Einliegerwohnung vermietet haben.
  • Vielleicht ist Ihr Mieter augenblicklich in einer schwierigen Situation, kann Ihnen aber zusichern, im nächsten Monat die Miete und den Rückstand wieder zu zahlen. Mit einem persönlichen Gespräch, in dem Sie jedoch auch verbindlich auftreten sollten, lässt sich mehr klären, als wenn Sie direkt eine Mahnung schicken.
  • Treffen Sie Ihren Mieter jedoch nicht an oder ist er nicht zu einem Gespräch bereit, sollten Sie ihn schriftlich auf die Konsequenzen hinweisen, die die Nichtzahlung der Miete haben kann und was dies konkret für ihn bedeutet.

Wenn die Miete länger nicht gezahlt wird

  • Wenn Sie einen wichtigen Grund haben, können Sie Ihrem Mieter außerordentlich fristlos kündigen, vgl. § 543 Abs. 1 BGB.
  • Einen solchen wichtigen Grund haben Sie insbesondere, wenn Ihr Mieter eine monatlich im Voraus zu entrichtende Miete zwei aueinanderfolgene Monate lang nicht gezahlt hat, vgl. § 543 Abs. 2 Nr. 3a) BGB.
  • Hat Ihr Mieter über einen längeren Zeitraum hinweg immer mal wieder eine monatliche Miete nicht gezahlt, können Sie ihm auch dann kündigen, wenn ein Mietrückstand erreicht ist, der zwei Monatsmieten beträgt, vgl. § 543 Abs. 2 Nr. 3b) BGB.
  • Auch eine fristlose Kündigung bedeutet jedoch nicht, dass Sie den Mieter schnell los sind oder die Mietrückstände bald zurückerhalten. Die Zahlung der ausstehenden Mieten müssen Sie möglicherweise vor Gericht erstreiten, was lange dauern kann.
  • Als Vermieter sollten Sie daher ausreichende finanzielle Rücklagen für den Fall haben, dass ein Mieter mit der Miete in Rückstand gerät. Das ist insbesondere wichtig, wenn Sie das Haus über Kredite finanziert haben, die Sie monatlich bedienen müssen.