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Was tun bei einem Migräneanfall?

Migräne gehört zu den Erkrankungen, an denen ca 10% der Bevölkerung erkranken. Meist steht man völlig unvorbereitet und hilflos diesem neurologischen Kopfschmerz gegenüber. Aber was sollten Sie tun bei einem Migräneanfall?

Vorbeugen hilft gegen schmerzhafte Migräneanfälle.
Vorbeugen hilft gegen schmerzhafte Migräneanfälle.

Was Sie benötigen:

  • Ruhe
  • ein abgedunkelter Raum
  • geeignete Medikamente
  • Entspannungstraining
  • Stressfreiheit
  • evtl. Änderung der Ernährung

Was tun bei anfallsartigen Kopfschmerzen

  • Bei einigen Migränearten kündigt sich ein Migräneanfall schon durch bestimmte Vorzeichen an (Vorbotensymptome). Diese Anzeichen treten vielleicht erst kurz vor dem eigentlichen Anfall auf, können aber auch schon bis zu 24 Stunden im Vorhinein auftreten. Manchen dieser Vorbotensymptome folgt dann die zweite Phase, die sogenannte Aura. In dieser Phase ist dann meist die Sehfähigkeit betroffen. Viele aber bekommen in der Vorbotensymptomphase vielleicht Wahrnehmungsstörungen, Müdigkeit, Verstopfung oder Heißhunger. Auch Geräuschempfindlichkeit und Lichtempfindlichkeit können auftreten. Diese Vorboten dauern meist bis zu zwei Stunden und Sie haben ein Gefühl, als hätten sie einen Kater nach einem ausgedehnten Gelage.
  • Die oben beschriebenen Vorboten bekommen aber nur 30% aller Migränepatienten und auch nur 15% bis 20% aller Patienten bekommen eine Migräneaura. Diese betrifft meist das Sehfeld mit neurologischen Ausfällen. Sie sehen unscharf oder verschwommen oder ein Teil in Ihrem Bild vor Augen ist gar nicht sichtbar. Haben Sie Gleichgewichtsstörungen, Sprachstörungen oder Kribbeln in Ihren Armen oder Beinen? Auch das gehört zur Migräneaura, die Sie gerade umgibt. Aber keine Angst, diese Phase dauert nur etwa eine Stunde und führt zu keinen Gehirnschädigungen.
  • Nach den beiden Vorphasen tritt nun die Kopfschmerzphase ein, der eigentliche, spürbare Migräneanfall. Einseitiger Kopfschmerz tritt häufiger bei Männern auf als bei Frauen, was manchmal anders beschrieben wird, allerdings sind es ja auch dreimal so viele Frauen wie Männer, die Migräne bekommen. Diese Phase geht mit Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Lichtempfindlichkeit einher. Bei Belastung verstärkt sich der Kopfschmerz, während bei Dunkelheit und Ruhe spürbare Linderung verspürt wird. Diese Phase dauert zwischen einer Stunde und drei Tagen. Nach dem Abklingen der Kopfschmerzen werden Sie sich müde und erschöpft fühlen, wie nach einem Marathon.
  • Zu den Ursachen der Migräne wird angenommen, dass besonders Stress und unsere schädlichen Umwelteinflüsse schuld an den steigenden Migränezahlen sind. Aber auch Lebensmittel oder besonderes Licht, wie in Diskotheken das Laserlicht oder das Flimmern des Schwarzlichts können Migräneauslöser sein. Bedenken muss man auch hormonelle Schwankungen besonders bei Frauen und Lebensmittel, die nicht vertragen werden. Einen genaueren Überblick können Sie sich verschaffen, indem Sie ein Kopfschmerztagebuch führen.

Der Migräneanfall ist jetzt da

  • Migräne ist bis heute nicht medizinisch heilbar, aber es wurden im Laufe der Zeit wirksame Medikamente entwickelt, die Ihre Migräne deutlich lindern können. So kennt man heute Nichtopioidanalgetika Acetylsalicylsäure (wie Ibuprofen, Diclofenac oder Paracetamol). Auch andere Medikamente sind schon seit Längerem auf dem Markt, fragen Sie einfach Ihren Arzt nach dem für Sie geeigneten Medikament.
  • Zur nicht medikamentösen Behandlung eines Migräneanfalls zählen absolute Ruhe, ein abgedunkelter Raum, sowie eine Aromatherapie, mit bestimmten, als angenehm empfundenen Ölen (bei jedem unterschiedlich). Außerdem wird für Migränepatienten autogenes Training oder Yoga empfohlen. Auch das Salben der Stirn mit Pfefferminzöl oder Melaleuka (eine Teebaumöl-Kombination) wird empfohlen, aber deren Wirksamkeit ist nicht hinreichend belegt.
  • Neben mehreren, verschiedenen aber sehr nebenwirkungsreichen Medikamenten stehen auch nichtmedikamentöse "Instrumente" zur Vorbeugung gegen Ihre Migräne zur Verfügung. Nutzen Sie beispielsweise die Akkupunktur, Massagen, auch eine Ernährungsumstellung könnte infrage kommen oder leichter Ausdauersport. Vermeiden Sie insbesondere Stress und machen Sie gezielt ein für Sie geeignetes Entspannungstraining wie Yoga oder autogenes Training.
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