Was tun bei Blasenentzündung?
Die Blasenentzündung ist eine Infektion der unteren ableitenden Harnwege. Sie gilt vor allem bei Frauen als weit verbreitetes Leiden, da ihre Harnröhre kürzer ist als die der Männer. Dadurch können Bakterien – typischerweise Darmbakterien – schneller und leichter in die Harnblase vordringen und Entzündungen verursachen. Eine Blasenentzündung äußert sich meist durch sehr unangenehme Symptome wie ständigem Harndrang, Brennen beim Wasserlassen und ziehende Schmerzen im Unterbauch.
- 11.05.2010 Fanni Schmidt
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
- Wasser oder Blasen-/Nierentee
- Wärmflasche
- warme Kleidung
- Cranberry-Kapseln oder -Saft
- Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr - mindestens 2 Liter pro Tag – um Ihre Blase durchzuspülen und damit die Keime auszuschwemmen. Es empfiehlt sich neben Wasser vor allem Blasen- und Nierentee. Dieser hat eine desinfizierende (z. B. Bärentraubenblätter) und harntreibende (z. B. Birkenblätter, Schachtelhalmkraut) Wirkung auf die ableitenden Harnwege. Solche Blasentees gibt es schon fertig in jeder Apotheke oder Drogerie zu kaufen.
- Verzichten Sie auf Kaffee, schwarzen Tee und Alkohol, da sie eher reizend wirken.
- Halten Sie sich warm. Legen Sie bei Bedarf eine Wärmflasche auf die schmerzenden Bereiche am Unterbauch und vermeiden Sie kalte Füße. Außerdem sollten Sie kalte Sitzgelegenheiten, wie z. B. Parkbänke, meiden.
- Auch Cranberry-Kapseln oder –Saft haben eine positive Wirkung auf die Blase. Sie haben natürliche antibiotische Kräfte; sie enthalten bestimmte Stoffe, die die Bakterien am Festhalten in den Schleimhäuten hindern können. Bei einer Neigung zu Blasenentzündungen können sie auch vorbeugend genommen werden.
- Achten Sie auf Intimhygiene. Die meisten Blasenentzündungen werden durch Darmbakterien, vor allem dem sogenannten E. coli, verursacht. Durch die anatomische Nähe von Harnröhre und Darmausgang bei Frauen treten schnell Verunreinigungen der Harnröhre auf. Achten Sie somit bei Toilettengängen auf eine Wischrichtung von vorne nach hinten.
- Prinzipiell gilt: Bessern sich Ihre Beschwerden nicht innerhalb von 24 Stunden, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Ein Arztbesuch steht ebenfalls an, wenn Fieber oder Blut im Urin zu den Symptomen hinzukommen, wenn Sie schwanger sind oder wenn Kinder betroffen sind.
