Wie Laute zu unterscheiden sind

  • Grammatikalisch heißen Selbstlaute Vokale und bezeichnen die Buchstaben a, e, i, o und u sowie die Umlaute ä, ö und ü. Sie heißen so, weil Sie beim Aussprechen nur diesen einen Laut wiedergeben. Es schwingt kein anderer Laut unterschwellig mit.
  • Die zweite wichtige Art von Laute in der Phonetik sind die Mitlaute oder auch Konsonanten genannt. Diese Bezeichnung umfasst alle anderen Buchstaben des Alphabets wie zum Beispiel b, c, d, k, l oder q. Bei allen sprechen Sie immer einen Selbstlaut mit, den Sie aber niemals schreiben würden. Dieses Phänomen tritt auf, um die Buchstaben gut miteinander zu einem Wort zu verknüpfen. Die Aussprache wird Ihnen damit erleichtert.
  • Eine dritte Art von Lauten nennt man Doppellaute oder Diphthonge. Sie erkennen solche an der Verbindung mehrerer Selbstlaute. Diese sind au, eu, ei, äu oder ai. Sie werden als ein Laut ausgesprochen, geschrieben werden aber zwei Buchstaben.

So können Sie Selbstlaute beim Sprechen erkennen

  1. Sprechen Sie den Buchstaben laut und deutlich aus, ohne dass Sie die Aussprache übertreiben. Damit könnten Sie die Lautfolge verfälschen und nicht herausfinden, was Selbstlaute sind und was nicht.
  2. Hören Sie während des mehrmaligen Sprechens genau auf die Laute.
  3. Erkennen Sie für einen Buchstaben zwei Laute, handelt es sich um einen Mitlaut. Er spricht sich besser aus, wenn ein Selbstlaut mitschwingt. Im Schriftbild erscheint dieser aber nicht. Sprechen Sie ein Wort mit diesem Mitlaut aus, hören Sie die zwei Laute auch nicht, denn die Wörter werden immer so mit Selbstlauten ausgestattet, dass Sie es gut aussprechen können.
  4. Hören Sie bei Ihrem Buchstaben nur einen Laut, kann es ein Selbstlaut oder ein Diphthong sein. Achten Sie bei dieser Unterscheidung auf Ihre Mund- und Zungenstellung. Ändert sich diese im Verlauf des Aussprechens, haben Sie es mit einem Diphthong zu tun. Bleibt sie gleich, sind Sie auf einen der Selbstlaute gestoßen.