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Was Sie beim Brunnenbauen beachten sollten

Steigende Wasser- und Abwasserkosten machen das Brunnenbauen für viele Hausbesitzer interessant, denn die eigene Quelle im Garten spart viel Geld. Beim Brunnenbauen sollten Sie aber unbedingt einiges beachten.

Brunnenbauen muss genehmigt werden.
Brunnenbauen muss genehmigt werden.

Was Sie benötigen:

  • Genehmigung vom Wasserwirtschaftsamt
  • Grundwasser

Wissenswertes über das Brunnenbauen

  • Die Entnahme von Grundwasser - und dazu gehört auch das Brunnenbauen - unterliegt dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und den entsprechenden Wassergesetzen der Länder. Zuständig dafür sind in der Regel die Wasserwirtschaftsbehörden der Landratsämter.
  • Bevor Sie mit dem Brunnenbauen beginnen, müssen Sie sich mit dem zuständigen Landratsamt in Verbindung setzen. Die Nutzung von Grundwasser ist meistens  für den Haushalt und die Bewässerung von Gärten erlaubnisfrei, darauf können Sie sich aber nicht verlassen. In Wasserschutzgebieten oder wenn ein Absinken des Grundwasserspiegels befürchtet werden muss, kann die Erlaubnis versagt werden. Erkundigen Sie sich am besten, bevor Sie mit dem Brunnenbauen beginnen.
  • Beachten Sie die Auflagen, die mit der Nutzung des Grundwassers verbunden sein können. In vielen Gebieten dürfen Sie ohne Genehmigung einen Brunnen bauen, dürfen aus diesem aber nur Wasser über handbetriebene Pumpen entnehmen. Überlegen Sie, ob das Brunnenbauen dann für Sie von Interesse ist.
  • Stellen Sie sicher, dass in einer Tiefe von weniger als 10 m Grundwasser vorhanden ist, denn eine Nutzung von Wasser, das in größerer Tiefe liegt, ist kaum zu bewerkstelligen. Bei der Einschätzung, wie tief das Grundwasser im Erdreich liegt, kann Ihnen das Wasserwirtschaftsamt helfen. Vielleicht können Ihnen aber auch Nachbarn Auskunft geben.
  • Nicht jedes Wasser, das Sie beim Brunnenbauen finden, ist Grundwasser. In der Nähe von Flüssen, Seen und Bächen gibt es häufig Adern im Erdreich, in denen Oberflächenwasser eingesickert ist. Ein Brunnen, der Oberflächenwasser fördert, ist im Jahresverlauf nicht stabil, denn in der heißen, trockenen Zeit, führt so ein Brunnen kein Wasser. Das schränkt die Nutzung des Brunnens ein. Auch ist Oberflächenwasser von geringerer Qualität, oft sogar stark belastet.
  • Auch wenn Sie mit dem Brunnen Grundwasser fördern, sollte das Wasser nicht als Trinkwasser verwendet werden,  weil sich in der unkontrollierten Leitung z.B. Bakterien einnisten können. Das Brunnenwasserist somit  auch für das Planschbecken oder den Pool nicht zu verwenden. Überlegen Sie, ob unter diesen Aspekten das Brunnenbauen interessant ist.
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