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Was kostet eine Erdwärmeheizung? - So können Sie die Einbaukosten kalkulieren

Schon die alten Römer machten sich Erdwärme zu nutze. Im 21. Jahrhundert macht sich die Menschheit verstärkt daran, die Wärme im Erdinneren für die Erzeugung von Energie einzusetzen. Für den privaten Einsatzzweck, Heizen von Gebäuden, gibt es eine Variante - Erdwärmeheizung. Was kostet die Inbetriebnahme und der Betrieb einer solchen Anlage?

Erdwärme gelangt vielerorts von allein an die Erdoberfläche.
Erdwärme gelangt vielerorts von allein an die Erdoberfläche.

Es gibt mehrere Verfahren, mit deren Hilfe man die Energie aus dem Erdinnern nutzen kann.Der Idealfall ist, wenn beispielsweise wie in Island, heißes Wasser von selbst an die Erdoberfläche gelangt. Das lässt sich dann einfach zum Heizen nutzen oder in Kraftwerken zur Stromerzeugung einsetzen.

Varianten für eine Erdwärmeheizung

Mittlerweile gibt es für das Heizen mittels Erdwärme ausgereifte Lösungen. Dazu wird eine elektrisch betriebene Wärmepumpe benötigt, die die Wärme über ein Wasser-Sole-Gemisch aus dem Erdinneren direkt zu einem Wärmeverteiler befördert.

  • Die Wärmegewinnung erfolgt in einer Variante mithilfe von Wärmekollektoren. Diese werden etwa 1 bis 1,5 Meter unter der Erdoberfläche verlegt.So sammeln sie die oberflächennahe Erdwärme, welche in den wärmeren Jahreszeiten (vor allem Sommermonaten) durch Sonne und Niederschläge entsteht.
  • Die zweite Möglichkeit, Erdwärme für Heizzwecke nutzbar zu machen, ist das Installieren einer Wärmesonde. Hierzu muss in eine Tiefenbohrung (bis 100 Meter und tiefer) in die Erde investiert werden.
  • Erdwärme lässt sich auch aus Grundwasser gewinnen. In grundwasserreichen Gebieten können Sie eine entsprechende Wasserwärmepumpe nutzen. Benötigt wird hierbei ein Grundwasser-Förderbrunnen (bedarf Genehmigung) sowie ein Wärmetauscher.

Was Erdwärme und die Erschließung kostet

Die Antwort auf die Frage, was Erdwärme und eine entsprechende Erdwärmeheizung kostet, kann man in etwa beantworten. Erdwärme ist grundsätzlich kostenlos.

  • Was die Kosten für eine Nutzbarmachung anbelangt, rechnen Sie für eine Wärmepumpe mit ungefähr 10.000 Euro. Die Erschließung der Wärmequellen für Ihre Erdwärmeheizung kostet extra. Besonders teuer sind Bohrungen für in großen Tiefen zu installierende Erdsonden.
  • Die Bohrkosten, notwendig sind meist Bohrungen in Tiefen von 50 bis 100 Metern, betragen etwa 6.000 bis 15.000 Euro (bei Betonummantelung) und mehr. Die Kollektoren-Variante kostet nur rund die Hälfte. Eine Bohrung ist nicht notwendig.
  • Die Kollektoren können selbst ins Erdreich eingebracht und angeschlossen werden.
  • Was der Einbau durch einen Fachbetrieb an Kosten verursacht, hängt vom jeweiligen Unternehmen ab.Sie sollten wenigstens 500 bis 1.500 Euro kalkulieren. 


Fazit: Eine Erdwärmeheizung kostet in der Anschaffung mehr als eine Öl- oder Gasheizung. Aufgrund der geringeren Betriebskosten plus Wegfall von Nebenkosten (Schornsteinfeger, Kamin oder jährliche Wartung) lohnt sich der einmalige Aufwand auf lange Sicht dennoch.

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