- 19.05.2011 Günther Burbach
- Zeit
- Sachverstand
Richtig kalkulieren, was es kostet
Preise und Qualität eines Daches können so unterschiedlich sein wie die Anbieter.
- Das Dach eines Hauses setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Da ist erst einmal der Holzaufbau, welcher von den Zimmerleuten, aufgeschlagen wird. Die Holzfetten und Firstbalken, werden auf dem Zimmereiplatz, passend gezimmert und dann anschließend vor Ort aufgebaut. Diese Arbeit ist sehr zeitaufwendig, denn sie muss sehr genau sein, damit anschließend auch alles passt.
- Wenn die Zimmerleute das Balkengerüst gestellt haben, kommen die Dachdecker zum Einsatz. Ihr Einsatz kostet Ihnen wohl am meisten, bei dem Projekt neues Dach. Die Dachdecker legen Dachfolie und bringen eine Lattung, außen auf dem Dachstuhl an.
- Die Folie muss sehr genau verlegt werden, da Ihr Dach ja dicht sein soll. Deshalb sollten Sie sich bei der Wahl des Dachdeckers vorher informieren, welchen Ruf die Handwerker haben. Hier gilt tatsächlich in mancher Hinsicht, was nichts kostet, taugt auch nichts.
- Auf die Folie und Verlattung werden dann anschließend die Dachpfannen aufgelegt. Bei der Menge der Dachpfannen sollten Sie immer etwas mehr kalkulieren, denn so eine Pfanne kann beim Hantieren auf dem Dach schnell einmal runterfallen. Es muss dann nicht unbedingt zu einem Baustopp kommen, aber würde ärgerlich, wenn Sie das Dach nicht ganz schließen können, weil ein paar Pfannen fehlen.
- In den darauf folgenden Schritten muss das Dach von innen verkleidet werden. Zuerst kommt eine 240 mm dicke Dämmung unter die Außenfolie. Als Nächstes sollten Sie eine Dampfbremse in Ihre Kalkulation mit aufnehmen. Auf die Dampfbremse werden dann Gipskartonplatten verschraubt.
- Zum Schluss können Sie diese Gipskartonplatten noch tapezieren, oder streichen. Weitere Kalkulationspunkte sind Dachrinne, Kaminverkleidung und gegebenen Falls Dachfenster.
Wichtige Punke beim Auftrag für ein Dach
- Schauen Sie genau nach, aus welchem Holz Ihr Dachstuhl gefertigt werden soll. Das Holz muss vorher behandelt werden, um länger haltbar zu sein. Sie sollten das beste Holz verwenden, was es zu solchen Zwecken gibt, denn hier würden Sie an der falschen Stelle sparen.
- Je nach Standort und Bauart Ihres Hauses muss ein Außengerüst gestellt werden. So ein Gerüst werden Sie mieten müssen, wenn ein anderer Zugang zu Ihrem Dach nicht existiert. Versuchen Sie eine Pauschale mit dem Gerüstbauer zu vereinbaren, denn bei einem eventuellen Baustopp müssen Sie trotzdem eine tägliche Miete für das Gerüst bezahlen.
- Sollten Sie vorhaben, Ihren Dachstuhl nur als Lagerplatz zu nutzen und nicht als Zimmer, könnten Sie auf das Tapezieren der Gipskartonplatten verzichten, auch könnten Sie mit Ihrem Dachdecker über die Dicke der Dämmung und deren Material sprechen.
- Ein Dach kostet sehr viel Geld, deshalb versuchen Sie, an der richtigen Stelle zu sparen. Wo Sie wahrscheinlich nicht sparen können, sind die Stundenlöhne. Versuchen Sie auf jeden Fall, mit Ihren Handwerkern, einen Festpreis auszumachen, denn so eine Handwerkerstunde kostet nicht gerade wenig und zeitintensive Fehler sind schnell einmal gemacht.
- Dann kommen Sie zum letzten Punkt, den Dachpfannen. Sie gibt es in allerlei Größen, Sorten und Farben. Hier gilt, genau wie für Dachrinne und eventuellen Dachfenstern, besser etwas mehr kalkulieren und dann einen trockenen Dachstuhl zu haben, als am falschen Platz gespart und anschließend Wasserschäden ohne Ende.
Besser immer etwas höher kalkulieren als zu niedrig, so ersparen Sie sich böse Überraschungen.