Köln ist an diesen bestimmten Tagen im Jahr, an denen dort die Narren regieren, auch für Nicht-Karnevalisten sehenswert. Was man in Köln alles machen kann, geht über diesen organisierten Frohsinn hinaus.
- 18.01.2012 Achim Günter
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Kölner-Karneval - man kann auch währenddessen normal weiterleben
- Menschen sind nun einmal nicht alle gleich. Dem einen bedeutet der Karneval in Köln so viel, dass dieser schon Monate vor der eigentlichen Session sein Leben darauf ausrichtet, um in dieser Zeit einige für ihn schöne Tage zu verleben. Der andere kann diesen Frohsinn auf 'Knopfdruck' und diese allgemeine Lustigkeit überhaupt nicht nachvollziehen und ist auch nicht dazu bereit, sich von der Menge anstecken zu lassen.
- Für die Medien ist es nur von Interesse, diese Ausgelassenheit, die wahrhaftig bei einem bestimmten Personenkreis vorhanden ist, als allgemeingültig für eine gesamte Region darzustellen. Das fernab der Narretei, selbst in Köln, das normale Leben weitergeht, soll hier anscheinend verborgen bleiben. Dabei kann man in Köln auch am Rosenmontag, dem heiligsten Tag der Karnevalisten überhaupt, doch noch einiges mehr machen, als dem Zug zuzuwinken und an den Theken Schlange zu stehen.
Was man in der Karnevalshochburg noch machen kann
- Wenn Sie dem Kölner Karnevalstreiben entgehen wollen, so haben Sie an den ersten Tagen dazu noch reichlich Möglichkeiten. Mit der Weiberfastnacht beginnt das närrische Treiben auf Kölns Straßen. Allerdings können Sie dem auch in Köln noch gut entgehen und können sich selbst in der Innenstadt noch frei bewegen, wenn Sie denn als Mann auf eine Krawatte oder Schnürschuhe verzichten.
- An den Tagen um den Rosenmontag entfliehen Sie dem Treiben noch am besten, indem Sie eines der zahlreichen Museen, die Köln zu bieten hat, besuchen. Eine Kartenreservierung für "Grease", dem in Köln aufgeführten Musical oder für das Millowitsch-Theater, hilft Ihnen an diesen halbwegs normalen Tagen noch den 'unsicheren' Straßen zu entkommen.
- Allerdings sieht es für den Rosenmontag mitten in Köln für den, der sich von diesem närrischen Treiben fernhalten möchte, wahrlich düster aus. Selbst Kölner Behörden zollen dieser Tradition gegenüber Respekt und halten Ihre Büros geschlossen. Dies gilt auch für die städtischen Einrichtungen und Geschäfte, bei Letzteren wird dies allerdings verständlicherweise überwiegend versicherungstechnische Gründe haben.
- Am alles für sich einnehmenden Rosenmontag, an dem in der Innenstadt von Köln alles auf die Karnevalsumzüge ausgerichtet ist, werden Karnevalsverzagte in den Kölner Grünanlagen ein verhältnismäßig menschenleeres Paradies vorfinden und dort die Ruhe genießen können, die sich auf Kölns Straßen zu dieser Zeit nicht finden lassen wird.
- Der drittälteste Zoo Deutschlands, der in Köln beheimatet ist, lädt auch an den närrischen Tagen zu einem Besuch ein. Wer in aller Ruhe einen Spaziergang durch die weitläufigen Anlagen antreten möchte, wird hier auf lauter gleich gesinnte Kölner oder Kölnbesucher treffen, die sich innerhalb des Zoos einen ruhigen Tag gönnen wollen. In Köln lässt sich also mehr machen, als nur Karneval feiern.