Der Gute-Laune-Verderber schlechthin - das Schwitzen. Sie können versuchen sich daran zu gewöhnen, immer schwarze Klamotten tragen, oder aber Sie können mit ein paar Tricks dagegen agieren. Was man gegen Schwitzen machen kann, lesen Sie hier.
- 29.07.2011 Dimitrina Miteva
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
- ein gutes Antitranspirant
- Naturfaser-Kleidung
- Sport
- scharfes Essen und Kaffee reduzieren
- Entspannungsübungen
Warum überhaupt schwitzen?
- Es gibt wenige Dinge, die bei Partys, Dates oder offiziellen Events lästiger sind als das Schwitzen. Noch schlimmer wird es, wenn man sich deswegen unkomfortabler und gestresster fühlt, denn dann wird aus Nervosität weiter geschwitzt.
- Die Transpiration (Schwitzen) hat naturgemäß die Funktion den Körper abzukühlen. An heißen Tagen ist es daher völlig legitim, dass man schwitzt. Nun, es schwitzen nicht alle Menschen gleich.
- Einige haben das Problem an den Handflächen, andere am Oberkörper, im Gesicht oder am Kopf. Dies ist davon abhängig, wo die meisten Schweißdrüsen positioniert sind. Diese Gegebenheit lässt sich nur operativ ändern (nur im Extremfall abzuwägen).
- Bei Stress werden bestimmte Hormone ausgeschüttet und der Stoffwechsel hochreguliert. Damit wird Wärme produziert, die wiederum an die Umwelt abgegeben werden muss, damit die Körpertemperatur gleich bleibt. Der Mensch verdunstet die überflüssige Energie.
- Einige Gewürze, wie Chili, Pfeffer, scharfe Paprika u. a., sorgen für einen Wärmeüberschuss im Magen und dementsprechend für Schweißausbrüche.
- Kaffee stimuliert den Sympathikus - ein System, das beim Stress aktiviert wird - und kann auch zur Schweißproduktion beitragen.
- Last, but not least, der BMI. Adipöse Menschen haben ein ungünstiges Hautoberfläche-/Körpervolumen-Verhältnis und müssen mehr schwitzen, um ihre Kerntemperatur zu regulieren.
Was kann man gegen überschüssige Transpiration machen?
- Die schwitzenden Hände sind keine Erscheinung, die mit Hitze zu tun hat, und hierfür gibt es keine passenden Handcremes. Sie wissen wahrscheinlich schon selber, dass diese Beschwerden beim Stress auftreten. Die adäquate Lösung für Sie wären Entspannungsübungen (nach Jacobson) und ein Taschentuch.
- Gegen das Schwitzen im Gesicht kann man genauso wenig mit Antitranspirant vorgehen. In dem Fall hilft es aber, das scharfe Essen zu reduzieren und weniger kaffeehaltige Getränke zu sich zu nehmen.
- Die meisten Menschen schwitzen in den Achseln oder am Rücken. Und für Sie hat sich die Pharmaindustrie am meisten angestrengt. Es gibt eine unglaubliche Zahl an Antitranspirantien in den Apotheken und Drogerien in allen möglichen Applikationsformen (Roll-on, Creme, Stick, Spray). Sie sind allerdings nicht mit Deodorants zu verwechseln, die nur eine Geruchsminderung bewirken, durch Hemmung des Bakterienwachstums.
- Die Antitranspirantien enthalten Stoffe, die auf die Schweißdrüsensekretion hemmend wirken und diese um 20-60% vermindern. Es gibt zwei Substanzen, die am häufigsten dafür eingesetzt werden: das Aluminium-Chlorohydrat (ACH) und Aluminium-Zirkonium-Tetra-Chloro-Glycin Komplex (ZAG). Da die Aluminiumverbindungen etwas reizend für die sensible Haut sind, werden auch Präparate mit Salbeiextrakt oder Menthol produziert. Im Übrigen beinhalten Antitranspirantien auch bakterienwachstumhemmende Komponenten und wirken auch geruchsreduzierend.
- Die Kleidung spielt auch eine große Rolle im Alltag. Naturfaser wie Baumwolle und Leinen lassen die Haut atmen und erleichtern den Wärmeaustausch mit der Umgebung. Sie werden automatisch weniger schwitzen.
- Ausdauersport ist ein guter Weg überschüssige Pfunde loszuwerden und den Kreislauf zu kräftigen. Somit unterstützen Sie die gesunde Funktion aller Organsysteme.
- Und schlussendlich: Machen Sie sich kein Stress, wenn Sie mal mehr schwitzen. Das wird auch vorübergehen.