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Was kann ich tun, wenn mein Kind abends nicht schlafen will?

Jeder, der Kinder hat, kennt die Situation: Man freut sich nach einem anstrengenden Tag auf ein bisschen abendliche Ruhe und Zeit für sich selbst. Aber anstatt zu schlafen, kommt der Nachwuchs immer wieder aus dem Bett, weil er nicht schlafen kann oder will. Diese Einschlafprobleme kosten Eltern häufig Kraft und Nerven.

Ihr Kind will abends nicht schlafen? Sie können etwas dagegen tun.
Ihr Kind will abends nicht schlafen? Sie können etwas dagegen tun.

Was Sie benötigen:

  • Geduld
  • Liebe
  • etwas Einfallsreichtum

Gelegentliche Einschlafprobleme sind normal

  • Wenn das Nicht-Schlafen-Wollen die Ausnahme bei Ihrem Kind ist, dann machen Sie doch auch eine Ausnahme.
  • Nehmen Sie sich ein wenig länger Zeit zum Reden, Zuhören und Kuscheln. Vielleicht bedrückt ihr Kind etwas und es findet deshalb nicht in den Schlaf. Durch gemeinsames Reden können Sie ihm die Last nehmen und ihm vermitteln, dass alles in Ordnung ist und dem Kind so das Einschlafen erleichtern.
  • Versuchen sie es doch mal mit einer Massage. Vielleicht kann sich Ihr Kind dabei gut entspannen.
  • Lassen Sie Ihren Sohn oder Ihre Tochter ausnahmsweise länger lesen, noch eine CD hören, leise spielen oder malen. Manchmal sind Kinder abends schlichtweg noch nicht richtig müde und scheinen auch nach einem ausgefüllten Tag noch Energiereserven zu haben.
  • Stellen Sie aber klar, dass dies wirklich nur eine Ausnahme und keine neue Regel ist, denn sonst könnte es sein, dass Ihre Kinder dies auch an den folgenden Abenden einfordern.

Bei regelmäßigen Einschlafschwierigkeiten sollten Sie nach den Ursachen forschen

  • Mag Ihr Kind sein Bett? Das Bett sollte stets ein Platz sein, mit dem Kinder positive Gefühle, wie Geborgenheit, Wärme und Sicherheit verbinden und an dem sie sich wohlfühlen. Dies schaffen Sie durch eine ansprechende Gestaltung (z.B.schöne Kissen, Bilder an der Wand) und die Verbindung mit positiven Erlebnissen (z.B. Kuscheln, Geschichten vorlesen). Schicken Sie ihr Kind niemals zur Strafe ins Bett. Denn sonst wird es den Ort als etwas Negatives empfinden.
  • Wie sieht der Abend Ihres Kindes aus? Ein ruhiger Tagesausklang kann Einschlafproblemen vorbeugen.
  • Versuchen Sie den Fernsehkonsum einzuschränken. Vielen Kindern fällt es durch mediale Reizüberflutung schwer, zur Ruhe zu kommen und abzuschalten.
  • Verzichten Sie auch auf wilde Tobespiele am Abend. Diese putschen die Kinder nur unnötig auf.
  • Ist die Zeit vor dem Schlafengehen gut strukturiert? Ein stets gleicher Ablauf hilft den Kindern, sich mental auf die Nachtruhe einzustellen. Überlegen Sie, welche Abläufe in Ihrer Familie sinnvoll und realistisch sind, z.B. nach dem Spielen aufräumen, anschließend Abendessen, danach waschen und Zähne putzen und zuletzt das Kind ins Bett bringen.
  • Eine feste Schlafenszeit ist sehr sinnvoll. Der Körper lernt, sich darauf einzustellen und zur Ruhe zu kommen.
  • Schaffen Sie sich mit Ihrem Kind ein gemeinsames Einschlafritual. Sie können einfach mit Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter reden und kuscheln, eine Geschichte lesen, ein Lied singen oder das Kind sanft massieren. Solche Rituale vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit und Sich-Aufgehoben-Fühlen. Solch eine positive Atmosphäre hilft dem Kind zu entspannen, negative Gedanken loszulassen und so besser in den Schlaf zu finden.
  • Wenn Kinder trotz regelmäßiger Abläufe nicht einschlafen wollen, könnte es auch sein, dass der Zeitpunkt dafür nicht richtig gewählt ist. Wenn Ihr Sprössling älter wird, sinkt auch sein Schlafbedarf. Es könnte helfen, die Schlafenszeit um eine halbe oder ganze Stunde nach hinten zu verschieben.
  • Oder lassen Sie Ihr Kind noch im Bett lesen oder eine CD anhören. Viele Kinder genießen diese Zeit für sich.
  • Manchmal kommt es auch vor, dass Kinder irgendwann ihren „müden Punkt“ überwinden und dann schlecht einschlafen können. In diesem Fall sollten Sie die Schlafenszeit vorverlegen und Ihr Kind früher ins Bett bringen.
  • Wichtig für einen gesunden Schlaf ist auch ein ausreichendes Maß an Aktivität und Bewegung tagsüber. Lassen Sie Ihr Kind möglichst viel im Freien spielen und sich dabei austoben und Sport treiben.
  • Nascht ihr Kind abends? Dann könnte auch das eine Ursache für das Nicht-Schlafen-Wollen sein. Zu viel Zucker und etwa künstliche Farbstoffe regen den Körper zu sehr an und setzen zunächst Energie frei. Vermeiden Sie also Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke am Abend.
  • Hat Ihr Kind Angst vor dem Einschlafen? Fürchtet es sich vor der Dunkelheit oder schlechten Träumen? Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber und nehmen Sie seine Ängste ernst. Oft helfen kleine Tricks, diese Ängste zu mildern oder gar abzustellen. Bei Angst vor Dunkelheit könnten Sie die Tür einen Spalt offen lassen, ein Nachtlicht anstecken, die Zimmerdecke mit Leuchtsternen verschönern oder dem Kind eine kleine Taschenlampe mit ins Bett geben. Gegen Albträume hilft vielleicht ein Traumfänger, ein Zauberstab oder ein besonderes Kuscheltier.
  • Haben Sie schon versucht, das Bett umzustellen? Wenn ein Kind jeden Abend nicht schlafen will, könnte auch der falsche Standort des Bettes ein Grund dafür sein. Überlegen Sie gemeinsam mit dem Sohn oder der Tochter, wo das Bett stehen könnte. Kinder haben oft ein gutes Gespür für den richtigen Standort. Außerdem könnten Sie z.B. Feng-Shui-Bücher zu Rate ziehen.

  • Sollten die Einschlafprobleme trotzdem weiter anhalten, sprechen Sie mit dem Kinderarzt.

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