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Was ist Geldwäsche?

Ein oft gehörter, nicht unbedingt sofort verstandener Begriff ist Geldwäsche. Mann oder Frau wäscht Geld, weil es schmutzig ist oder doch nicht? Geldwäsche ist ein Begriff, der in den Bereich der deutschen Strafgesetzgebung fällt und dort geregelt ist.

Geldwäsche ist auch bei kleinen Beträgen strafbar .
Geldwäsche ist auch bei kleinen Beträgen strafbar .

Als Geldwäsche wird das Verschleiern und Verbergen illegal erzielten Einkommens bezeichnet. Es wird der Anschein erweckt, dass die Einkünfte auf legale Weise erzielt wurden.

Geldwäsche wird mit Freiheitsstrafen von bis zu 10 Jahren geahndet

Geldwäsche ist gemäß Strafgesetzbuch § 261 strafbar.  Als Geldwäsche bezeichnet die Strafgesetzgebung das Verbergen und das Verschleiern der Herkunft von Einkünften. Verbunden damit ist das Vereiteln oder Behindern der Ermittlung der Herkunft von Geld und Vermögen. Unter Strafe steht gleichfalls die Gefährdung des Auffindens, der Einziehung oder der Sicherstellung illegal und im Zusammenhang mit Verbrechen erworbener Gegenstände. 

Geldwäsche wird mit einer Freiheitsstrafe von drei bis fünf Jahren bestraft. Je nach Schwere der Fälle sind bis zu 10 Jahre möglich. Geringe Vergehen gegen das Strafgesetz ahndet der Gesetzgeber mit Geldstrafen oder Gefängnis bis zu 2 Jahren.

Kriminelle Handlungen einzelner Personen und organisierter Gruppen

Das zu waschende Geld stammt meist aus Rauschgifthandel und Zigarettenschmuggel sowie dem Rotlichtmilieu. Dabei läuft Geldwäsche sehr einfach ab. Genauso einfach kommt die Polizei Geldwäschern auf die Spur.

  • Wenn ein Kokainhändler ein Kilogramm Kokain verkauft, dürfte es ihm schwerfallen, den daraus erzielten Gewinn unauffällig auszugeben. So eröffnet er eine Kneipe oder ein Restaurant. Der Ausschank von Getränken und Bewirtung soll Gewinne aus dem Kokainhandel legalisieren.
  • Für die Polizei gibt es hier einen ersten Anhaltspunkt, Geldwäschern auf die Schliche zu kommen. Hohe Gewinne aus der Kneipe können nicht plausibel erklärt werden, wenn die Drogengeschäfte den Haupterwerb darstellen und die Kneipe nicht regelmäßig betrieben wird. 
  • Wenn keine Gäste bedient werden, kann es auch keinen Umsatz geben. So beginnen die Ermittler Fragen zu stellen, wo denn das Geld in Wirklichkeit in so großer Menge herkommt. So gerät man schnell in den Verdacht, strafbare Geldwäsche zu betreiben.

Bewusste Annahme von illegalem Geld ist strafbar

  • Geldwäsche wird meist als eine Tat von organisierter Wirtschaftskriminalität betrachtet. Ein Irrglaube ist es allerdings, dass Geldwäsche nur durch Mafia und andere organisierte Wirtschaftskriminelle begangen wird.
  • Ein Bürger betreibt bereits Geldwäsche, wenn er Geld trotz der Kenntnis über dessen illegale Herkunft annimmt. Dabei ist es unerheblich, ob man das Geld als Bezahlung für eine erbrachte Leistung annimmt. 

Die Aufklärungsquote der Polizei ist bei Geldwäsche gut. Denn kommt es erst einmal zu einer Prüfung der persönlichen oder betrieblichen Finanzen, werden die deutschen Ermittlungsbehörden trotz sorgfältiger Verschleierung meist fündig.

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