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Was ist eine stille Oxidation?

Den meisten ist die Oxidation ein Begriff, selbst wenn sie sich nie mit Chemie befasst haben. So dürfte den meisten im Alltag wohl der Rost einfallen, der allerdings nur eine von vielen Formen der stillen Oxidation darstellt. Wie der Begriff stille Oxidation entstanden ist, lässt sich am besten zunächst anhand der Oxidation mit einer Mindesttemperatur erklären, die manchmal sogar mit einem lauten Knall verbunden sein kann und Verbindungen hervorbringt, die Sie im alltäglichen Leben gut kennen.

Rost ist eine stille Oxidation.
Rost ist eine stille Oxidation.

Was ist eine Oxidation ?

  • Oxidation ist abgeleitet von dem griechischen Begriff oxygenium, womit der Sauerstoff gemeint ist.
  • Eine Oxidation ist also eine Verbindung eines Stoffes mit Sauerstoff. Es entsteht ein sogenanntes Oxid. So heißt zum Beispiel die Verbindung, die aus Natrium und Sauerstoff entsteht, Natriumoxid.
  • Das Wasser ist zum Beispiel im chemischen Sinne ein Wasserstoffoxid, da sich Wasserstoff und Sauerstoff verbunden haben.
  • Das Interessante an einer Oxidation ist, dass diese Art der Verbindung immer eine Verbrennung ist. Also ist auch das Wasser kurioserweise das Produkt einer Verbrennung.
  • Eine Oxidation gibt es in zwei unterschiedlichen Formen, nämlich mit und ohne Flammenbildung.
  • Die Oxidation mit Flammenbildung kennen Sie auch. Sie ist als Feuer bekannt, das durch die Verbindung unterschiedlicher Stoffe, wie zum Beispiel Holz oder Kohle, entsteht. Allerdings ist für diese Verbindung mit Flammenbildung je nach Stoff eine Mindesttemperatur notwendig.
  • Manche Elemente verbinden sich mit dem Sauerstoff sogar mit einem lauten Knall, wie das zum Beispiel bei der Verbindung von Sauerstoff und Wasserstoff geschieht.

Nicht alle Verbrennungen laufen mit einer Flammenbildung ab. Die Oxidation ohne Flammenbildung nennt sich stille Oxidation, denn sie spielt sich unbemerkt ab. Lediglich das Ergebnis, also die neue chemische Verbindung, ist sichtbar.

Die stille Oxidation

  • Die bekannteste Form für die stille Oxidation, mit welcher Sie sicher auch schon Ihre Erfahrungen machen mussten, ist der Rost. Dieser entsteht durch die Verbindung von Eisen mit Sauerstoff unter Einfluss kristallisierten Wassers.
  • Die stille Oxidation benötigt keine Mindesttemperatur und geht langsam, nahezu unbemerkt, vor sich. Lediglich die Auswirkungen wie die rötliche Farbe des Eisenoxids und die Korrosionsspuren lassen die stille Oxidation erkennen.
  • Wenn Sie Münzen aus Kupfer oder Silber bzw. einer Beschichtung aus Kupfer oder Silber haben, so werden Sie vielleicht auf einigen der Münzen eine dunkle Verfärbung sehen. Diese könnten auch von einer stillen Oxidation herrühren, die bei der Verbindung von Kupfer und Sauerstoff und Nässe entsteht.
  • Viele Bauteile, Geräte, Instrumente und Werkzeuge, die aus Metallen bestehen und gebrauchsgemäß mit Nässe in Berührung kommen, zum Beispiel im Outdoorbereich oder bei der nassen Desinfektion bzw. Reinigung, werden zum Schutz mit einer Schutzschicht, zum Beispiel Zink oder Chrom, überzogen.

Da dieser Artikel lediglich den Unterschied zwischen Oxiadation und stiller Oxidation deutlich machen wollte, ist nur die klassische Oxidation angesprochen, nicht aber die moderne Auffassung der erweiterten Oxidation durch Elektronenabgabe.

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