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Was ist ein Phänotyp?

Egal, ob Genetik oder Biologie, die Frage: "Was ist ein Phänotyp?" kommt irgendwann auf. Dann ist es gut, die Antwort zu kennen. Doch ganz so einfach ist diese nicht, dass man sie in nur einem Satz schildern könnte.

Unsere Gene haben große Auswirkungen auf den Phänotyp.
Unsere Gene haben große Auswirkungen auf den Phänotyp.

Was ist ein Phänotyp? Diese Frage beschäftigt jeden angehenden Genetiker irgendwann einmal. Doch während manche Menschen diese Frage einfach mit der Antwort: "Das Erscheinungsbild" abtun, steckt noch viel mehr dahinter.

Das ist ein Phänotyp

  • Ganz simpel ausgedrückt ist der Phänotyp eines Lebewesens schon sein Erscheinungsbild oder genauer alle Faktoren seines Erscheinungsbildes wie beispielsweise Größe, Farbe etc.
  • Dem Phänotyp steht der Genotyp entgegen. Während der Phänotyp mehr die "Äußerlichkeiten" betrachtet, werden beim Genotyp die Gene und ihre Eigenschaften betrachtet.
  • Doch nicht nur Gene, sondern auch Umwelteinflüsse haben Auswirkungen auf den Phänotypen. So kann beispielsweise eine schlechte Lebensweise einer Schwangeren Auswirkungen auf den Phänotypen ihres Babys haben.
  • Man könnte auch sagen: Der Phänotyp ist die Summe aller morphologischen, psychologischen, physiologischen und molekularen Merkmale eines Lebewesens.

Die Genetik und die mendelschen Regeln

  • Genetik und Biologie sind eng miteinander verwoben. So erforschte Johann Gregor Mendel die Gesetze der Vererbung, also inwieweit sich Merkmale der Eltern auf ihre Kinder weitergeben. Seine Forschungsergebnisse sind heutzutage als "mendelsche Regeln" oder auch Gesetze bekannt.
  • Unsere menschlichen Erbanlagen werden von unseren Genen, also der DNA, bestimmt. Die erste Regel von Mendel, die Uniformitätsregel, besagt: Kreuzt man zwei unterschiedliche reinrassige Arten miteinander, so sehen die direkten Nachkommen gleich aus, wobei sich der dominante Erbanteil im Phänotypen durchsetzt.
  • Die mendelsche Spaltungsregel besagt: Kreuzt man die Nachkommen der reinrassigen Eltern(Tochtergeneration) miteinander, sehen deren Nachkommen (Enkelgeneration) gemischt aus. Es können also sowohl Merkmale der einen als auch der anderen Erbanlage in einem bestimmten Zahlenverhältnis auftreten. 
  • Kreuzt man wiederum diese "Enkelgeneration" miteinander, trifft die Unabhängigkeitsregel auf: Die einzelnen Erbanlagen können unabhängig voneinander vererbt und kombiniert werden. 
  • Allein durch die mendelschen Regeln ist klar geworden, welchen Einfluss unsere Gene auf unseren Phänotypen haben. Jedoch kann man allein am Phänotypen nicht Rückschlüsse auf den Genotypen ziehen, da Erbanlagen auch schlummern und erst mit der nächsten Generation deutlich werden können. 

Fazit: Das Erscheinungsbild eines Lebewesens mit allen seinen Merkmalen nennt man in der Genetik den "Phänotypen". Sein Gegenüber ist der Genotyp. Doch nicht nur Gene, sondern auch Umwelteinflüsse haben Auswirkungen auf unsere "Äußerlichkeiten". 

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