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Was ist ein Memo? - Eine Erklärung

Ein Memorandum (kurz: Memo) ist eine Notiz, mit der Sie einen Gedanken, eine Information oder etwas anderes festhalten. Besonders in der qualitativen Datenanalyse kommen Memos zum Einsatz. Welche Arten von Memos dabei unterschieden werden und wie Sie ein Memo anfertigen, erfahren Sie im Folgenden.

Mit Memos behalten Sie die Übersicht.
Mit Memos behalten Sie die Übersicht.

Memos anfertigen und als Gedächtnistütze nutzen

  • Memos sind Anmerkungen, Ideen und andere Notizen, die Sie auf kleinen (virtuellen) Zetteln festhalten, um sie nicht zu vergessen.
  • Ihre Memos sollten für Sie selbst gut zu verstehen sein, da Sie sie einsetzen, um sich zu einem späteren Zeitpunkt an etwas zu erinnern.
  • Bei der Anfertigung von Memos müssen Sie keine Strukturregeln beachten, sondern können Ihre Gedanken so aufschreiben, wie Sie es am passendsten finden. Sie können in Stichwörtern schreiben und müssen nicht auf eine perfekte Wortwahl achten.
  • Wenn Sie möchten, können Sie bei handgeschriebenen Memos sogar unterstützende Zeichnungen zum Text anfertigen, zum Beispiel eine Skizze.

Was man mit einem Memo festhalten kann

In der Auswertung von Interviews werden in der qualitativen Datenanalyse verschiedene Arten von Memos verwendet. In den Forschungsprozessen, die bei der Datenbeschaffung und -auswertung auf der Grounded Theory basieren, gibt es drei unterschiedliche Memotypen.

  • Mit methodischen Memos halten Sie Ihre Ideen zum methodischen Vorgehen fest, zum Beispiel den nächsten Schritt des Forschungsprozesses. Dies könnte zum Beispiel eine Thematik sein, die im Forschungsprozess aufgekommen ist, und die Sie in einem nächsten Interview vertieft ergründen möchten.
  • Theoretische Memos sind Notizen zu Eindrücken und Ideen, die Sie während der Auswertung der erhobenen Daten haben. Sie halten mit dieser Art Memos zum Beispiel Hypothesen fest, die Sie während der Datenanalyse aufgestellt haben.
  • Die sogenannten Code-Memos sollten Sie in jedem Fall während der Datenanalyse anfertigen. Mit diesen veranschaulichen Sie den Prozess der Kategorienbildung bzw. Codebildung, d.h. Sie schreiben einzelnen Interviewpassagen eine bestimmte Bedeutung zu bzw. fassen Äußerungen unter einem Stichpunkt zusammen. Mit Code-Memos ist nachvollziehbar, wie Sie zur Bildung einer bestimmten Kategorie gekommen sind. Um auch zu einem späteren Zeitpunkt schnell zu wissen, um was es bei einer bestimmten Kategorie geht, bietet es sich an, ein deutliches Beispiel pro Kategorie mit dem Memo festzuhalten.
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