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Was ist ein Fossil? – Eine Definition

Erhalten gebliebene Zeugnisse des Lebens vergangener geologischer Epochen werden als Fossilien bezeichnet. Ein Fossil zeigt sich Form von mineralisierten Resten eines tierischen oder pflanzlichen Organismus beziehungsweise Lebewesens. Es ist auch der Beweis, dass es bestimmte lebende Fossilien schon vor vielen tausend Jahren gegeben hat.

Versteinerte Zeugen aus der Vorzeit beweisen die Evolutionstheorie.
Versteinerte Zeugen aus der Vorzeit beweisen die Evolutionstheorie.

Wenn Experten die Entstehung des Universums und des Lebens auf der Erde verstehen und deuten möchten, spielen Fossilien aus längst vergangenen Zeitepochen eine wichtige Rolle. Sie beweisen das Vorhandensein selbst einfachster Lebensformen.

Fossil ist ein zu Stein gewordener Zeuge der Vergangenheit

  • Der Begriff Fossil wird für Reste von Lebewesen und deren Lebensspuren verwendet. Diese stammen aus einer Epoche der Erdgeschichte, die vor dem Holozän, der geologischen Gegenwart, gelegen ist.
  • Werden Fossilien aufgefunden, stellen diese häufig Versteinerungen oder Abdrücke dar. Jedes Fossil ist ein Überrest von fast immer längst ausgestorbenen Lebewesen aus weit zurückliegenden erdgeschichtlichen Epochen.
  • Fossilien finden sich in bestimmten Gesteinsschichten, die einer jeweiligen Epoche der Erdgeschichte zugeordnet werden kann.

Voraussetzungen für die Entstehung

  • Damit ein Fossil entstehen kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Zu den günstigen Umständen gehört unter anderem, dass Fäulnisbakterien an der Zersetzung von organischen Teilen gehindert werden.
  • Zu den Fossilienarten rechnet man das Körperfossil (Einschlüsse in Bernstein) und Abdrücke (Pflanzen oder Dinosaurierspuren).
  • Zu den unterscheidbaren Fossilisationsprozessen zählen Einschluss, Versteinerung und Verkieselung sowie die Inkohlung. 
  • Aufgrund von Luftabschluss beziehungsweise Druck sind organische Reste zu Stein geworden. Sie haben sich in Mineralien umgewandelt. Fußabdrücke von Tieren blieben im Sediment erhalten. 

Lebende Fossilien - Sensationsfunde in der Gegenwart

Auch wenn die Bezeichnung lebendes Fossil ein Widerspruch in sich ist, werden auch in der Gegenwart längst für ausgestorben erklärte Lebewesen in einem bestimmten Rückzugslebensraum entdeckt.

  • In China gilt der Urwelt-Mammutbaum Metasequoia als Sensationsfund. Im Tierreich sorgte der Fund eines lebenden Quastenflossers für Schlagzeilen.
  • Der Nachweis eines lebenden Fossils in der Flora beziehungsweise Fauna der Gegenwart setzt immer eine entsprechende Fossildokumentation voraus. 
  • Mit der Entdeckung und Bestimmung von Fossilien beschäftigt sich die Paläontologie, bekannt als die Lehre von den vorzeitlichen Lebewesen. Diese Wissenschaft sucht und findet Beweise für die berechtigte Existenz der Evolutionstheorie.

Im Besonderen erbringt sie den Beweis, dass erst Pflanzen und danach Tiergruppen in der Erdgeschichte auftraten. Die Reste von Pflanzen- und Tiergruppen kommen immer nacheinander in aufeinanderfolgenden Gesteinsschichten zum Vorschein.

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