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Was ist Alopezie? - Eine einfache Erklärung

Wissen Sie, was man unter dem medizinischen Fachbegriff Alopezie versteht? Hiermit ist der Haarausfall gemeint. Allerdings unterscheidet er sich von dem Haarausfall, den jeder Mensch jeden Tag hat. Außerdem gibt es verschiedene Formen von Alopezie mit unterschiedlichen Ursachen.

Glücklich trotz Haarausfall
Glücklich trotz Haarausfall

Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall

  • Bei den Formen des Haarausfalls müssen Sie zwei grundlegende Formen unterscheiden. So gibt es zum einen Effluvium, welches den über das normale Maß an Haarausfall beschreibt. Pro Tag verlieren Sie etwa 100 Haare; liegen Sie deutlich über einen längeren Zeitraum darüber, spricht man von Effluvium.
  • Alopezie hingegen kann, muss aber nicht mit einem übermäßigen Haarausfall einhergehen. Man versteht hierunter die Erscheinung, die Sie sicherlich als schütteres Haar kennen. Auch Bezirke, die komplett haarlos sind, fallen unter den Begriff Alopezie.
  • Eine häufige Ursache für erbliche Alopezie ist die Überempfindlichkeit auf Testosteron. Der Haarfollikel reagiert hier über, es kommt zu einer verkürzten Wachstumsphase Ihrer Haare und sie fallen aus. Ihre Haare wachsen also in diesem Fall noch, sind aber kaum sichtbar, da sie sofort wieder ausfallen. Am Hinterkopf und Nacken tritt eine solche Überempfindlichkeit kaum auf, weswegen häufig ein Haarkranz entsteht.
  • Alopezia areata haben Sie sicherlich schon unter dem Namen "kreisrunder Haarausfall" gehört. Meistens ist nur der Kopf betroffen, in seltenen Fällen bei Männern auch der Bart. Die Haare fallen hier kreisförmig aus. Warum es zu dieser Form des Haarausfalls kommt, ist noch nicht gesichert. Vermutet wird, dass das Immunsystem die Haare zerstört; es handelt sich demnach zufolge um eine Autoimmunkrankheit. Häufig geht die Krankheit nach einer bestimmten ohne Behandlung von alleine wieder weg; bei anderen Betroffenen breitet sie sich aus.
  • Eine Sonderform des kreisrunden Haarausfalls betrifft häufig Frauen im mittleren Altern. Hier zeigen sich kleine Flecken ohne Behaarung, die rötlich glänzen. Die Haarwurzeln werden hier zerstört, sodass sich keine neuen Haare bilden. Der medizinische Fachbegriff lautet Alopezia areata atropicans.
  • Unter einem diffusen Haarausfall leiden Sie, wenn Ihnen überall am Kopf Haare ausfallen. Besonders Frauen sind von dieser Form betroffen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Schwankungen im Hormonsystem, Schilddrüsenunterfunktion, Mineralstoffmangel, andauernde Diäten, Krankheiten oder Stress führen zu diesem Haarausfall.

Behandlung von Alopezie

  • Leiden Sie unter Haarausfall, ist der Gang zum Arzt sinnvoll. Wahrscheinlich wird Ihr Hausarzt Sie zum Hautarzt überweisen, damit dieser die weitere Diagnostik übernimmt.
  • Um mögliche Mangelerscheinungen auszuschließen, nimmt der Arzt Ihnen etwas Blut ab und bestimmt Werte wie Eisen, Zink, Selen, Kalzium, Schilddrüsenhormone, Nierenwerte, Geschlechtshormone und Immunglobuline.
  • Kommt es bei der Auswertung zu Auffälligkeiten, hat der Arzt Hinweise, in welche Richtung er nun weiter recherchieren muss. Leider ist es nicht immer einfach, die Ursache für Alopezie herauszufinden, sodass die Diagnose eine längere Zeit in Anspruch nehmen kann.
  • Ist Ihr Hormonspiegel gestört, gibt es verschreibungspflichtige Mittel, die hier eingreifen. Allerdings kann es hier zu Nebenwirkungen wie Libido- und Potenzstörungen kommen. Schwangere Frauen würden bei einer Einnahme das Leben des Ungeborenen gefährden.
  • Bei kreisrundem Haarausfall kommen vor allem Medikamente zum Einsatz, die Cortison enthalten, um die Entzündung auf Ihrer Kopfhaut zu lindern.
  • Leiden Sie unter diffusem Haarausfall, erhalten Sie in der Apotheke zahlreiche Mittel, die B-Vitamine enthalten. Allerdings ist die Wirkung dieser Mittel nicht belegt.
  • Bei vielen Arzneimitteln, die Sie gegen Alopezie einnehmen, müssen Sie wissen, dass bei einem Absetzen der Haarausfall wieder beginnt. Theoretisch müssen Sie also Ihr Leben lang die Medikamente einnehmen.
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