Was hilft gegen Schluckauf?
- 22.07.2010 Ornella Köstler
Um Schluckauf wirkungsvoll bekämpfen zu können, ist es zunächst sinnvoll die eigentliche Ursache des Problems zu kennen. Beim Schluckauf (lateinisch Singultus) zieht sich das Zwerchfell krampfartig zusammen und führt so zu einem Verschluss der Stimmlippen, welcher die Einatmung plötzlich unterbricht. Diese Unterbrechung führt zu dem Geräusch, das umgangssprachlich als „Hicksen“ bekannt ist. Dieses Phänomen ist zwar nervtötend, jedoch harmlos und wird normalerweise von einer Reizung des Zwerchfellnervs ausgelöst. Diese kann durch zu schnelles Essen, durch zu heiße oder kalte Speisen und Getränke, sowie einen übervollen Magen, Alkohol oder Rauchen verursacht werden.
- Versuchen Sie sich gegen den Schluckauf abzulenken, damit sich der gereizte Zwerchfellnerv beruhigen kann. Denken Sie etwa daran was Sie am Vortag gegessen haben und danach was Sie am Tag davor gegessen haben usw., trinken Sie ein Glas kaltes Wasser oder lassen Sie sich gar erschrecken.
- Üben Sie Druck auf den Brustkorb aus, indem Sie sich vorbeugen und den Oberkörper gegen die Knie drücken.
- Bei Embryos dient der Schluckauf als Schutzmechanismus, um kein Fruchtwasser einzuatmen. Deshalb kann es manchmal hilfreich sein, die Luft anzuhalten oder in eine Papiertüte einzuatmen, um so den Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut anzureichern und den Schluckauf zu beseitigen.
- In der Regel sind derlei Hausmittel völlig ausreichend um einen normalen Schluckauf loszuwerden, jedoch ist ihre Effektivität nicht nachgewiesen. Probieren Sie mit diesen Anregungen aus, was Ihnen am besten in dieser Situation hilft.
- Versuchen Sie dem Schluckauf vorzubeugen, indem Sie langsam, mit Genuss und nicht in zu großem Übermaß essen. So vermeiden Sie das Schlucken von Luft und einen übervollen Magen. Dies wird Sie sicherlich nicht völlig vor Schluckauf schützen, aber das Risiko maßgeblich reduzieren.
- Tritt der Schluckauf jedoch bei Ihnen sehr häufig und langanhaltend auf, kann dies krankhaft bedingt sein und Sie sollten einen Arzt konsultieren.
