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Was heißt p.a. bei Zinsen? - Eine einfache Erklärung

Was heißt p.a. bei Zinsen? - Eine einfache Erklärung1:34
Video von Valentin Falkenrot1:34

Egal, ob Kredit, Ratenkauf oder Sparbuch: Oft finden Sie hinter den Angaben zu den Zinsen die Abkürzung "p.a.". Aber was heißt das und welche Bedeutung steckt dahinter?

Was heißt "p.a." und was bedeutet die Abkürzung?

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Wenn Sie einen Kredit aufnehmen, Ihr Girokonto überziehen oder auch die Zinsen für Ihr Sparbuch überprüfen wollen, werden Sie hinter der Angabe des Zinssatzes, zum Beispiel 3 %, die Angabe "p.a." finden. Aber was heißt diese Abkürzung eigentlich?

  • Die beiden Buchstaben "p.a." sind eine Abkürzung für "per anno". Dieser Begriff stammt aus dem Lateinischen und heißt "pro Jahr".
  • Die Bedeutung dieser gängigen Abkürzung ist auch relativ schnell erklärt: Im Gegensatz zu Prozenten, die Sie einmalig zahlen (Beispiel: Mehrwertsteuer beim Kauf einer Ware) oder bekommen (Beispiel: Skonto für sofortiges Zahlen einer Rechnung) verstehen sich Zinsen und damit auch der Zinssatz, den die Bank angibt, immer auf einen Zeitraum, nämlich 1 Jahr.
  • Die Bank zahlt Ihnen also nicht "einmalig" 3 % Zinsen auf ein Sparguthaben, sondern Sie müssen Ihr Geld schon ein Jahr auf dem Sparkonto lassen, bis Ihnen diese Zinsen dann gutgeschrieben werden.
  • Für kleinere Zeiträume erhalten Sie geringere Zinsen, für längere Zeiträume spielt der Zinseszinseffekt eine Rolle.
  • Umgekehrt müssen Sie auch für das Überziehen Ihres Girokontos nicht einmalig 3 % bezahlen, sondern nur den zeitanteiligen Wert- vorausgesetzt natürlich, Sie überziehen Ihr Konto nicht dauerhaft oder für ein Jahr.
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Zinsen für eine bestimmte Zeit - eine Beispielrechnung

Die obige Erläuterung soll noch einmal ein einem Beispiel verdeutlicht werden. Angenommen, Sie haben ein Tagesgeldkonto, auf das Sie ein Guthaben von 5000 Euro eingezahlt haben. Der Zinssatz betrage (magere) 2 % p.a. Aber schon nach 3 Monaten holen Sie das Geld (und fahren damit in Urlaub).

  • Für ein Jahr hätten Sie auf dieses Guthaben Zinsen in Höhe von 2 % von 5000 Euro = 2/100 x 5000 Euro = 100 Euro bekommen.
  • Sie haben Ihr Geld der Bank jedoch nur für 3 Monate = 1/4 Jahr überlassen. Dementsprechend bekommen Sie auch nur ein Viertel der berechneten Zinsen, also 25 Euro für Ihr Guthaben. 
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Übrigens: Wenn Sie Ihr Guthaben länger als 1 Jahr auf dem Konto lassen, erhalten Sie für das erste Jahr 100 Euro Zinsen, die dem Konto gutgeschrieben werden. Sie haben dann also ein Kapital von 5100 Euro, das verzinst wird. Dies nennt man den Zinseszins-Effekt: Die erhaltenen Zinsen "erwirtschaften" wieder Zinsen (wenn man sie nicht holt).

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