Was gibt es zu beachten bei der Krankenversicherung für den Hund?

Im Durchschnitt ist ein Hund, bezogen auf seine Lebensdauer, genauso oft krank bzw. verletzt wie ein Mensch. Rassehunde leiden auf Grund ihrer Erbbelastungen durch Überzüchtung sogar oft ein Leben lang an Erkrankungen, die zu behandeln notwendig sind, um dem Hund unnötiges Leiden zu ersparen und ihm ein gesundes Hundeleben zu ermöglichen. Die Hundekrankenversicherung erfreut sich deshalb in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit.
Sarah Bartl
11.05.2010 Sarah Bartl
Was Sie benötigen
  • Chipnummer Ihres Hundes
  • Personalausweis

Die Krankenversicherung für den Hund ist im Prinzip nichts anderes als eine private Krankenversicherung für den Menschen. Allerdings können Sie hier noch zwischen zwei Varianten unterscheiden: 

Eine OP-Krankenversicherung für den Hund abschließen

  • In der Krankenversicherung für Operationen sind alle medizinisch notwendigen Operationen versichert. Dabei ist es unerheblich, weshalb die Notwendigkeit zu einer Operation besteht, d.h. ob Ihr Hund aufgrund einer akuten Verletzung oder aufgrund eines Folgeschadens aus langjähriger Vorerkrankung operiert werden soll.
  • Im Regelfall schließt die OP-Krankenversicherung auch die Kostenübernahme für Untersuchung und Behandlung am Vortag, Nachuntersuchungen, Röntgenbilder und Medikamente, mit ein.
  • Die OP-Versicherung kann eine gute Entscheidungshilfe zugunsten einer notwendigen Operation sein, die aus Kostengründen andernfalls vielleicht nicht möglich wäre.
  • Die OP-Krankenversicherung ist ganz besonders Hundehaltern zu empfehlen, die viel Sport mit ihrem aktiven Hund treiben oder deren Hund sich sogar in regelmäßigem sportlichen Training befindet.
  • Besitzern von bekanntermaßen überzüchteten Hunderassen, sei die OP-Krankenversicherung ebenfalls zu empfehlen, oder Sie entscheiden sich für die erweiterte Krankenvollversicherung.
  • Je nach Alter des Hundes, Rasse und Vorerkrankungen ist die Beitragshöhe für eine OP-Versicherung zwischen 100,- und 200,- Euro pro Jahr einzuordnen.

Eine Krankenvollversicherung für den Hund abschließen

  • Die Krankenvollversicherung geht einen Schritt weiter und deckt zusätzlich zu Operationen und dazugehörigen Behandlungen, auch Kosten aus Vorsorgemaßnahmen (z.B. Schutzimpfungen) und ambulanten Behandlungen ab.
  • Dabei ist allerdings darauf zu achten, wie hoch der Satz ist, der erstattet wird. Ist der zu erstattende Satz z.B. 1-fach, Ihr Tierarzt rechnet aber den 2-fachen Satz ab, haben Sie die Differenz selbst zu tragen. Erkundigen Sie sich vorab bei Ihrem Tierarzt, wie hoch der Satz in seiner Abrechnung ist oder schließen Sie eine entsprechend hoch abgedeckte Versicherung ab.

Oft werden im Rahmen eines Vertragen Leistungs- und/oder jährliche Kostengrenzen für ambulante Behandlungen vorgegeben, die Sie im Vorfeld sehr gründlich checken sollten.

  • Die Krankenvollversicherung wird gerne mit einer Selbstbeteiligung angeboten, die, ähnlich der privaten Krankenversicherung für den Menschen, den Jahresbeitrag senkt.

Beispielrechnung: Bei einer Selbstbeteiligung von 100,- Euro im Jahr versichern Sie Ihren gesunden 4-jährigen Hund mit etwa 100,- bis 300,- Euro jährlich.

Ein gründlicher Vergleich von Beitragshöhe und Selbstbeteiligungshöhe lohnt in jedem Fall!

  • Der Abschluss einer Krankenversicherung für den Hund ist in Deutschland momentan nur bei folgenden Anbietern möglich: Agila, Uelzener, Allianz, Axa, Helvetia und Innovima. Doch die Anzahl der Versicherungsträger, die die Notwendigkeit der Haustierversicherung erkennt, wächst stetig, so dass sich weitere Anbieter jederzeit ergeben können. Sie benötigen dazu lediglich Ihren Personalausweis und außerdem sollten Sie die Chipnummer Ihres Hundes parat haben, wenn Sie die Versicherung bei einer Niederlassung vor Ort abschließen. Noch einfacher geht’s per Internet-Vertrag: anfordern, ausfüllen, unterschreiben, zurückschicken – die Vertrags-Unterlagen werden Ihnen daraufhin zugesandt.
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