Blähungen sind manchmal zwar ziemlich unangenehm und lästig, aber in den meisten Fällen eine ganz natürliche Reaktion beim Verdauungsprozess. Beispielsweise nach dem Verzehr blähender Nahrungsmittel, wie Hülsenfrüchten, oder nach einem besonders fettigen Essen können Sie allerdings verstärkt auftreten. In diesen Fällen und wenn die Blähungen auch noch mit Bauchkrämpfen kombiniert sind, können Sie sich mit einigen Hausmitteln selbst helfen.
- 04.06.2010 Fanni Schmidt
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
- Kümmel
- oder Fenchel
- oder Anis
- oder Majoran
- oder Koreander
- Wärmflasche
- evtl. Waschlappen
- oder Kartoffeln und zwei Tücher
Kümmel - Der Hausmittel-Klassiker gegen Blähungen
- Kümmel ist eines der besten und beliebtesten Hausmittel, mit dem Sie akute Blähungen behandeln können.
- Kochen Sie sich einen Tee aus Kümmel. Dazu zerstoßen Sie ein bis zwei Teelöffel Kümmel, übergießen ihn mit etwa 150 ml kochendem Wasser und lassen den Tee 10 bis 15 min zugedeckt ziehen. Trinken Sie dreimal täglich eine Tasse dieses Tees zu Ihren Mahlzeiten.
- Mögen Sie keinen reinen Kümmel-Tee, können Sie ihn auch mit Fenchel und Anis mischen. Dazu nehmen Sie Kümmel, Fenchel und Anis in gleichen Teilen, beispielsweise jeweils einen halben Teelöffel, und übergießen die Mischung mit etwa 200 ml kochendem Wasser. Wieder zugedeckt 10 bis 15 min ziehen lassen. Kümmel, Fenchel und Anis sind durch ihre ätherischen Öle beliebte Hausmittel bei Blähungen, die zusätzlich die Muskulatur entkrampfen.
- Auch beim Kochen können Sie Kümmel benutzen, um Blähungen mit einem Hausmittel zu behandeln oder vorzubeugen. Würzen Sie besonders fettiges Essen nach Belieben mit etwas Kümmel. Beim Zubereiten von Gemüse können Sie ein bis zwei Teelöffel in einen Kaffeefilter füllen und, zu einem Säckchen gebunden, in das Kochwasser geben. Wenn das Gemüse fertig gekocht ist, fischen Sie das Kümmel-Säckchen einfach wieder raus.
- Auch Anis, Majoran und Koriander können zum Würzen beim Kochen verwendet werden. Sie gelten ebenfalls als verdauungsfördernd und können somit auch als Hausmittel bei Blähungen verwendet werden.
Warme Wickel, Wärmflache & Co – entspannende Hausmittel bei Blähungen
- Wärme entspannt den Darm und hilft vorallem bei Blähungen, die mit Krämpfen kombiniert sind.
- Legen Sie sich bei Bauchkrämpfen und Blähungen eine Wärmflasche auf den Bauch.
- Auch feuchte Wärme in Form eines Wickels kann ein gutes Hausmittel bei Blähungen sein. Dazu legen Sie sich einfach einen feuchten Waschlappen zwischen den Bauch und die Wärmflasche.
- Warme Kartoffel-Wickel gelten ebenfalls als beliebtes Hausmittel – nicht nur bei Blähungen. Kochen Sie einige Kartoffel möglichst weich, zerstoßen Sie sie nach dem Kochen zu einem Brei und geben Sie diesen in ein Tuch. Legen Sie sich das Tuch mit den Kartoffeln auf den Bauch und fixieren Sie das Ganze eventuell noch mit einem weiteren Tuch. Vorsicht Verbrennungsgefahr: die Kartoffeln sind wirklich sehr heiß. Lassen Sie sie im Bedarfsfall also etwas abkühlen, bevor Sie sie auf den Bauch legen.