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Was fressen Schildkröten? – So machen Sie Ihr Haustier glücklich

Fressen Schildkröten nur Salat oder auch Fleisch? Um Ihr Haustier glücklich zu machen, erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Schildkröte ausgewogen und abwechslungsreich ernähren können.

Mit guter Pflege werden Schildkröten uralt.
Mit guter Pflege werden Schildkröten uralt.

Bei der Fütterung von Schildkröten scheiden sich die Geister. Manche sagen, dass Schildkröten auf keinen Fall Fleisch fressen dürfen. Andere behaupten, dass Fleisch nicht fehlen darf. Auch das Alter des Tiers spielt eine Rolle. Außerdem gibt es noch Unterschiede beim Füttern von Land- und Wasserschildkröten.

Das fressen Landschildkröten 

  • Landschildkröten sind Pflanzenfresser. Vermeiden Sie bitte - grade bei jungen Schildkröten - das Füttern mit Fertigfutter und/oder Pellets.
  • Die Schildkröten fressen verschiedene Pflanzenarten. Kräuter sind sehr beliebt, hierzu kann man Brennnesseln, Brombeerblätter, Gänseblümchen, Disteln, Mohn, Klee, Gras bzw. Heu und Löwenzahn zählen.
  • Nutzpflanzen wie Sonnenblumen (davon allerdings nur die gelben Blütenblätter), Zucchiniblüten, Rucola und Basilikum werden auch gut von Landschildkröten angenommen.
  • Obst sollte nur in Maßen von einer Schildkröte gefressen werden. Da bei vielen Obstsorten der Fruchtzuckeranteil sehr hoch ist, kann dies zu Verdauungsproblemen führen. Man kann zwischendurch als kleines Leckerchen mal Apfelstückchen, Kirschen, Himbeeren, Brombeeren oder Bananenstücke geben.
  • Verschiedene Salatsorten eignen sich in kleineren Mengen auch als Schildkrötenfutter. Dazu gehört der Feldsalat, Endiviensalat, Krachsalat und Eisbergsalat. Der grüne Salat hat zu wenig wichtige Bestandteile und ist daher nicht besonders nahrhaft.
  • Gemüse wie Möhren und Zucchini sind bei Landschildkröten auch immer gern genommen.
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Dies ist richtige Nahrung für Wasserschildkröten

  • Wasserschildkröten fressen sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung. Jungtiere fressen fast ausschließlich tierische Nahrung, ältere Tiere dagegen überwiegend Pflanzen.
  • Zur tierischen Nahrungsergänzung können Sie jungen Wasserschildkröten Regenwürmer, Schnecken, Mückenlarven, Wasserflöhe, Käfer, kleine Krustentiere und Mehlwürmer anbieten. Allerdings sind Krustentiere vergleichsweise teuer und auch schwierig zu bekommen und Mehlwürmer sollten Sie nicht zu oft verfüttern, da sie ggf. zu eiweißreich sind. Ältere Tiere und die größeren Schildkrötenarten können auch ab und an mit verschiedenen Fischsorten, Mäusen und Küken gefüttert werden.
  • Wasserschildkröten fressen des Weiteren die gleiche pflanzliche Kost wie ihre am Land lebenden Verwandten. 

Für beide Arten können Sie als Ergänzung Futtersticks und getrocknete Garnelen etc. anbieten.

So füttert man eine Schildkröte

  • Schneiden Sie das Futter in mundgerechte Portionen. In freier Wildbahn würden die Schildkröten ihre Futterpflanzen abreißen oder zerreißen, dies ist in Gefangenschaft schwer möglich.
  • Achten Sie auf ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot, damit keine Mangelerscheinungen entstehen. Vitamine müssen nicht zusätzlich gegeben werden, wenn das Futter entsprechend ausgewogen ist.
  • Füttern Sie Schildkröten während der normalen Aktivitätszeit. Wasserschildkröten sollten Sie im Wasser füttern, da diese meist nur im Wasser fressen. Landschildkröten bekommen ihr Futter in einem Futternapf oder es wird an erreichbaren Stellen abgelegt.
  • Bei allen Schildkrötenarten darf nur so viel gefüttert werden, wie Ihr Tier auch wirklich mit Hunger in den nächsten 30 bis 60 Minuten aufnimmt. Übrig gebliebenes Futter wird nach der Fütterungszeit aus dem Terrarium oder Aquarium entfernt.
  • Fütterung aus der Hand sollte man nur mithilfe einer Pinzette betreiben, da Schildkröten fest zubeißen können.
  • Junge Schildkröten fressen täglich, ältere Schildkröten sollten höchstens alle 2 Tage gefüttert werden, damit diese nicht verfetten.
  • Um herauszufinden, ob die Futtermenge zu Ihrem Tier passt, können Sie sich die Haut der Beine anschauen. Ist die Haut dort ausgefüllt oder aufgedunsen, dann ist Ihr Tier zu dick und sollte eine Weile Diät halten. Kann man jedoch Knochen sehen und die Haut hängt schlaff oder faltig herunter, so ist das Tier eindeutig zu dünn. Wer sich eine solche Beurteilung nicht zutraut, kann sich diesbezüglich auch von einem reptilienkundigen Tierarzt beraten lassen.

Die Schildkrötenhaltung ist ein sehr interessantes Hobby. Es erfordert aber einiges an Fachwissen. Man sollte sich über die Haltungs- und Fütterungsbedingungen informieren, bevor man sich ein Tier anschafft. Wenn dann alle Grundvoraussetzungen stimmen, werden Sie sehr lange viel Spaß an diesen wunderschönen Tieren haben. 

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