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Was essen Ameisen? - Wissenswertes über diese Insekten

Von den Ameisen gibt es viele verschiedene Arten, die sich unterschiedlich ernähren. Manche fressen alles, andere dagegen haben sich auf bestimmte Nahrungsquellen spezialisiert. Auch ein Tauschhandel, bei dem die Ameisen sich von anderen Tieren oder Pflanzen ernähren und hierfür Schutz oder Nahrung anbieten, findet bei diesen Insekten oft statt.

Ameisen fressen den Honigtau der Blattläuse.
Ameisen fressen den Honigtau der Blattläuse.

Von den Ameisen gibt es mehr als 10.000 Arten, von denen etwa 200 in Europa leben. Diese Insekten gibt es schon seit Millionen von Jahren, wie fossile Funde bewiesen haben.

Die Lebensweise der Ameisen

  • Ameisen bilden Staaten, zu denen zumindest Hunderte, zum Teil aber auch Tausende oder Millionen von Ameisen gehören. Dort herrscht ein Kastensystem, das heißt, es gibt Arbeiterinnen, männliche Tiere und weibliche Tiere.
  • Weibliche Ameisen übernehmen im Ameisenstaat allein oder zusammen mit anderen Weibchen die Rolle der Königin. Sie legen die Eier, aus denen im Frühling zunächst die Jungköniginnen und die Männchen und später die Arbeiterinnen schlüpfen.
  • Männchen und Weibchen haben Flügel und begeben sich auf ihren Hochzeitsflug, der mit der Begattung der Jungköniginnen endet, sodass diese einen eigenen Staat gründen können. Die Aufgabe der männlichen Tiere ist damit erledigt, daher sterben sie nach dem Hochzeitsflug.
  • Die Arbeiterinnen haben die Aufgabe, das Nest zu bauen und in Ordnung zu halten. Außerdem beschaffen sie die Nahrung, kümmern sich um die Brut und verteidigen den Staat gegebenenfalls.

Ameisen fressen fast alles

Bei der Nahrung der verschiedenen Ameisenarten gibt es große Unterschiede. Manche Arten fressen Aas oder erbeuten sogar Tiere, andere fressen Samen, Pilze und andere Pflanzen.

  • Ameisen erbeuten Tiere, die um ein Vielfaches größer sind als sie selbst. Sie beißen ihre Opfer und spritzen dabei giftige Ameisensäure in die Wunden. Durch den Geruch der Ameisensäure werden gleichzeitig weitere Ameisen angelockt, die dabei helfen, die Beute zur Strecke zu bringen.
  • Mit den Blattläusen leben einige Ameisenarten in Symbiose. Sie fressen den Honigtau, den die Blattläuse ausscheiden und der sehr viel Zucker enthält. Zum Dank hierfür schützen sie die Blattläuse vor Feinden und lassen sie zum Teil sogar bei sich überwintern. Wegen dieser guten Zusammenarbeit sind an Pflanzen, die von Blattläusen befallen sind, häufig gleichzeitig auch Ameisen zu sehen.
  • Eine Ameisenart, die hierzulande häufig vorkommt, ist die Rote Waldameise, die meist an den Rändern der Wälder zu finden ist. Diese Ameisen sind Allesfresser, sie ernähren sich von Aas, erbeuten aber auch andere Insekten und Spinnen. Auch sie melken die Blattläuse, um deren Honigtau zu fressen.
  • Einige Ameisenarten, wie die Blattschneiderameise, betätigen sich dagegen als Gärtner. Sie züchten Pilze, schaffen für diese Pilze Nahrung herbei und ernähren sich selbst von den Verdickungen, die sich an den Pilzen bilden und die sehr viel Eiweiß enthalten.
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