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Was bedeutet Vorkasse? - Verschiedene Zahlungsarten leicht erklärt

Früher wurde nur bar bezahlt. Wenn Sie heute im Internet bestellen, bestehen die Verkäufer meist auf Vorkasse. Sie sollten wissen, was diese bedeutet und welche Zahlungsarten alternativ möglich sind.

Keine Vorkasseleistung ohne Risikoeinschätzung.
Keine Vorkasseleistung ohne Risikoeinschätzung.

Noch nie war das Konsumangebot so groß wie heute. Aber auch nie zuvor war das Zahlungsausfallrisiko eines Verkäufers so hoch wie heute. Verkäufer bestehen daher meist auf Vorkasse. Allerdings werden alternativ auch andere Zahlungsmethoden angeboten, die Sie aber nur nutzen können, wenn Sie dafür die Voraussetzungen schaffen.

Vorkasse beinhaltet Vertrauensvorschuss für den Verkäufer

  • Wenn Sie Vorkasse leisten sollen, bedeutet dies, dass der Verkäufer die Ware nur an Sie ausliefert, wenn Sie die Rechnung für die Ware im Voraus bezahlen. Dazu müssen Sie den Rechnungsbetrag entweder auf das Girokonto des Verkäufers überweisen oder Sie erteilen ihm eine Einzugsermächtigung für Ihr eigenes Girokonto.
  • Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass Sie die Rechnung über eine Kreditkarte bezahlen. Der Verkäufer bucht dann den Rechnungsbetrag über Ihre Kreditkarte von Ihrem Kreditkartenkonto oder Girokonto ab. Die Zahlung ist binnen Sekunden erledigt.

Vorleistung bedeutet Risiko

  • Wenn Sie Vorkasse leisten, gehen Sie natürlich das Risiko ein, dass Sie zahlen, der Verkäufer aber die Ware nicht liefert. Dieses Risiko können Sie versuchen zu minimieren, indem Sie die Person des Verkäufers so weit als möglich recherchieren und seine Vertrauenswürdigkeit versuchen einzuschätzen.
  • Bei Bestellungen im Internet sollten Sie auf ein informatives Impressum achten. Gibt der Verkäufer nur eine Handynummer oder E-Mail-Adresse an, verstößt er gegen seine gesetzlichen Informationspflichten und versucht möglicherweise, seine Identität zu verschleiern. Vorkasse bedeutet für Sie in diesen Fällen ein großes Risiko. Besondere Vorsicht sollten Sie walten lassen, wenn der Verkäufer seinen Sitz im Ausland hat. Im Beanstandungsfall dürfte er für Sie nur schwer erreichbar sein und noch schwerer zur Verantwortung gezogen werden können.
  • Seien Sie vorsichtig, wenn Ihnen ein vermeintlich günstiges Angebot unterbreitet wird. Niemand hat etwas zu verschenken. Dies gilt vor allem für Angebote im Internet.
  • Bei einer Einzugsermächtigung haben Sie immerhin das Recht, diese innerhalb von sechs Wochen bei Ihrer Bank stornieren zu lassen. Sie erhalten den eingezogenen Geldbetrag dann auf Ihr Konto zurückgebucht und reduzieren Ihr Risiko.

Alternative Zahlungsmethoden in Betracht ziehen

  • Der sicherste Weg anstelle von Vorauskasse, ist die Auslieferung der Ware gegen Nachname. Sie bezahlen die Ware dann bei der Auslieferung durch den Postboten, müssen allerdings höhere Gebühren in Kauf nehmen.
  • Auch mit einem Verrechnungsskonto bei einem Zahlungsdienstleister fahren Sie besser. Die Zahlung ist binnen Sekunden erledigt. Im Reklamationsfall dürfen Sie Unterstützung erwarten.
  • Im Idealfall bestellen Sie natürlich auf Rechnung. Sind Sie Erstkunde bei einem Verkäufer, wird der Verkäufer im Regelfall auf Vorkasse bestehen. Ansonsten wird Ihre Bonität überprüft, indem der Verkäufer, sofern Sie eine Schufa-Klausel akzeptieren, bei der Schufa oder einer Auskunft Information über Ihr bisheriges Zahlungsverhalten einholt. Sind dort negative Informationen über Sie gespeichert, wird der Verkäufer auf Vorkasse bestehen.
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