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Was bedeutet Strukturwandel?

Arbeitsweltliche Belange und die alltägliche Lebenswelt unterliegen ständigen Veränderungen. In diesem Zusammenhang fällt oft der Begriff Strukturwandel. Was bedeutet das genau?

In der Gegenwart erfolgt der Strukturwandel hin zur Informationsgesellschaft.
In der Gegenwart erfolgt der Strukturwandel hin zur Informationsgesellschaft.

Der Begriff Strukturwandel dient der Beschreibung von Veränderungen bestimmter Strukturen wirtschaftlicher, sozialer und gesellschaftlicher Art. Da alle Länder Veränderungen durchlaufen, ist er ein globales Phänomen. 

Was macht Strukturwandel aus

Der Strukturwandel ist ein Kennzeichen marktwirtschaftlicher Systeme. Der Wettbewerb innerhalb der Systeme sowie die internationale Arbeitsteilung haben eine ständige Veränderung wirtschaftlicher Strukturen zur Folge.

  • Strukturwandel bedeutet, dass die anhaltenden Veränderungen in einer Volkswirtschaft mit Wachstum zusammenhängen. Die Folgen für den Arbeitsmarkt sind erheblich. Entwicklungen verdeutlichen veränderte Nachfrage, Wandel bei Preisen, technischer Fortschritt oder verfügbare Ressourcen.
  • Strukturwandel bedeutet nicht, das Ergebnis konjunktureller oder saisonaler Schwankungen zu sein. Aufgabe von Regierungen in einer sozialen Marktwirtschaft ist es, den Wandel mit strukturpolitischen Maßnahmen zu steuern und zu begleiten.

Wandel bedeutet - Volkswirtschaften ändern sich ständig

Der Strukturwandel ist in der Regel ein gesamtwirtschaftlicher Vorgang. Unterschieden wird er der Vereinfachung halber in mehrere Subkategorien.

  • Als sektoralen Strukturwandel werden Veränderungen im Verhältnis der großen Wirtschaftssektoren bezeichnet. Dazu zählen primärer und industrieller Sektor sowie Dienstleistungssektor.
  • Der Wandel von der Agrar- zur Industriegesellschaft beginnend in der Mitte des 19. Jahrhunderts ist ein typisches Beispiel. Im 20. Jahrhundert entsteht so die Dienstleistungsgesellschaft. Mittlerweile führt ein zunehmendes E-Business zur Informationsgesellschaft.
  • Intrasektoraler Wandel der Strukturen bedeutet, dass sich das Verhältnis zwischen dem zum Einsatz kommenden Kapital (Maschinen, Material) und der Arbeitskraft Mensch in einzelnen Sektoren spürbar verändert. Ein anderer Fall ist, wenn gut qualifizierte Arbeitskräfte ihren Anteil an der Beschäftigung insgesamt hinzugewinnen.
  • Schließlich kommt es auch innerhalb von Wirtschaftsräumen zu Entwicklungen. Dabei verändern sich die ökonomischen Strukturen. Ein Beispiel für einen regionalen Strukturwandel ist das Ruhrgebiet. Der Wandel von der Schwerindustrie hat als Ergebnis Hightech-Industrien und moderne Dienstleistungen.

Junge Menschen sollten wissen, dass sie in ihrer beruflichen Zukunft und ihrer Lebenswelt mit großen Veränderungen konfrontiert sein werden.

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