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Was bedeutet Gliederung? - Merkmale der Aufsatzgestaltung

Die Gliederung ist eine Aufsatzform, die es den Lehrern erlaubt, sich ein Bild davon zu verschaffen, inwieweit beispielsweise ein Text verstanden wurde. Denn nur, wenn man inhaltlich folgen kann und auch die Absicht verstanden hat, bedeutet dies, dass ein systematisches und ordnendes Erfassen des Aufbaus möglich wird.

Gliederungen machen Textbausteine sichtbar.
Gliederungen machen Textbausteine sichtbar. © bagal / Pixelio

Die Gliederung als Voraussetzung für systematisches Arbeiten

  • Eine Gliederung ist häufig Bestandteil einer umfassenderen Deutscharbeit (wie einer Erörterung), kann aber auch als eigenständige Aufgabe dazu dienen, einen vorliegenden Text nach seinem inhaltlichen und formalen Aufbau zu strukturieren.
  • Wird die Gliederung im Vorfeld einer folgenden Argumentation erwartet, hat sie den Sinn, sich über das Thema sowie die Art und Weise der jeweils bestmöglichen Darstellung der Argumente klar zu werden. Daher ist mit einer guten Gliederung meist schon ein wesentlicher Teil der Gesamtarbeit getan.
  • Eine Gliederung zu erarbeiten, bedeutet meist auch, Verständnisprobleme zu erkennen und frühzeitig Sackgassen zu identifizieren, die nicht im Sinne der Aufgabe weiterführen. Spätestens beim Finden von Unterpunkten wird deutlich, ob diese weiterführen oder nach einem Satz bereits abgehakt werden könnten.

Eine Gliederung bedeutet, Strukturen zu erkennen

  • Eine Gliederung zu erarbeiten, bedeutet entweder, die Struktur des Inhalts als wesentlich für einen vorliegenden Text erkannt zu haben, oder eine Ordnung als rote Linie für einen folgenden Aufsatz vorzugeben. Sie spiegelt in Stichworten oder kurzen Sätzen das Skelett eines Inhaltes.
  • Ein gutes Beispiel für eine solche Form sind die Inhaltsgaben von Fach- oder Sachbüchern. Der Aufbau einer Gliederung lässt sich an diesem Vorbild gut verstehen und üben.
  • Zunächst wird die Grundlage erfasst. Um welchen Text und welches Thema handelt es sich, wann wurde er von wem aus welchem Anlass (falls bekannt) geschrieben bzw. veröffentlicht?
  • Die nächste Überlegung gilt der formalen Ausrichtung des Textes. Entwickelt er sich vom Allgemeinen zum Detail oder umgekehrt? Wie sind eventuelle Thesen angeordnet, im Wechsel oder im Ganzen aufeinanderfolgend? Was gehört zu Einleitung, zum Hauptteil, dem Schluss? Welche Kapitel und Unterkapitel gibt es, mit jeweils welchen Inhalten?
  • Meist ist es sinnvoll, zunächst möglichst große Einteilungen vorzunehmen, um die Grenzen bzw. Übergänge zu erkennen. Sobald man darüber Klarheit hat, wird es einfacher, feinere Unterteilungen zu sehen. Am einfachsten ist es, den Entwurf der Gliederung auf einem Notizzettel anzufertigen, da Veränderungen im Verlauf der Arbeit üblich sind.
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