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Was bedeutet Freibetrag?

Ein Freibetrag bedeutet die Minderung der jeweiligen Steuerbemessungsgrenze. Es kommt zur Freistellung eines vom Gesetzgeber bestimmten Geldbetrages von der Besteuerung. Freibeträge gibt es bei der Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Erbschaftsteuer und der Körperschaftsteuer.

Freibetrag sorgt für mehr Geld in der eigenen Tasche.
Freibetrag sorgt für mehr Geld in der eigenen Tasche.

Der Gesetzgeber ermöglicht es Steuerpflichtigen, bestimmte Geldbeträge unversteuert zu nutzen. Freibeträge sollen beispielsweise die Steuerprogression abmildern oder bestimmte Lebensumstände von Steuerpflichtigen (hohe Aufwendungen) berücksichtigen. 

Freibetrag auszuschöpfen, bedeutet Steuern sparen

  • Ein vorgegebener Freibetrag bedeutet, dass ein Steuerpflichtiger lediglich für den übersteigenden Betrag der Besteuerung unterliegt. Das bedeutet jedoch auch, dass sich der Freibetrag von einer Freigrenze abgrenzt. Denn kommt es zur Überschreitung der möglichen Freigrenze, hat das die Besteuerung des gesamten Betrages zur Folge. 
  • Zu den Freibeträgen gehören unter anderem der Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte, Ausbildungsfreibetrag, Grundfreibetrag, Sparerfreibetrag und Freibeträge bei Erbschaft oder Schenkung. 

Steuerfreibetrag sichert das Existenzminimum

  • Sehr oft wird der Steuerfreibetrag mit dem Grundfreibetrag in Verbindung gebracht oder in gleicher Weise verwendet. Der Grundfreibetrag beträgt 8.004 Euro (Stand 2012). Eine Erhöhung auf 8.130 Euro (2013) sowie 8.354 Euro (2014) ist vorgesehen, wenn der Bundesrat dem zustimmt. 
  • Bis in Höhe dieses Betrages ist ein zu versteuerndes Einkommen von der Einkommensteuer frei. Einige Ausnahmen ergeben sich bei beschränkter Steuerpflicht oder bei Einkommen, die dem sogenannten Progressionsvorbehalt unterliegen. 

Unterschiedlich hohe Pauschalen für jeweilige Steuerarten 

  • Unterschiedlich hohe Steuerfreibeträge gibt es für mehrere Steuerarten. Der Grundfreibetrag findet Anwendung bei der Einkommensteuer. Auf Kapitalerträge wird eine Abgeltungssteuer erhoben, die oberhalb eines Sparerfreibetrages wirkt.
  • Das Gewerbesteuerrecht nennt für Personengesellschaften und Einzelunternehmen einen Steuerfreibetrag von 24.500 Euro (Stand 2012). Da Freiberufler nicht der Gewerbesteuer unterliegen, gilt für sie der normale Steuerfreibetrag natürlicher Personen. 

Zwischen einer Steuerfreigrenze und einem Steuerfreibetrag gibt es einen Unterschied. Bis auf wenige Ausnahmen darf der Steuerfreibetrag von der Höhe der zu versteuernden Einkünfte abgezogen werden. Die Höhe der Einkünfte ist nicht begrenzt. Bis zu einer Steuerfreigrenze fallen keine Steuern auf Einkünfte an. Wird die Steuerfreigrenze überschritten wird, ist der Abzug von den betreffenden Einkünften nicht in gleicher Weise wie bei einem Steuerfreibetrag möglich.

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