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Warum soll man nicht wütend einschlafen?

Der Hinweis, nicht wütend einschlafen zu gehen, ist altbekannt. Aber was ist so schlimm daran, einen Streit vor dem Schalfengehen nicht auszudiskutieren? Unter der Anspannung leidet vor allem die Qualität des Schlafs; Sie sind am nächsten Morgen zudem unruhiger und noch streitlustiger.

Wenn man wütend ist, kommt es zu Einschlafproblemen.
Wenn man wütend ist, kommt es zu Einschlafproblemen.

Wenn Sie sich direkt vor dem Schlafengehen streiten und diesen Streit nicht klären können, dann staut sich die Wut an. Schließlich ist ein Konflikt auch Stress und Ihr Körper schüttet Hormone aus, die sich auf den Kreislauf auswirken. Ihr Blutdruck steigt und das Herz schlägt schneller. Sie atmen schneller und die Muskeln spannen sich an. All dies gehört zur körperlichen Stressreaktion und baut sich nicht so schnell ab. Um wieder "herunter zu kommen", benötigen Sie ca. 30 Minuten. 

Ihr Körper fährt hoch, wenn sie wütend sind

Ähnlich ist es, wenn der Streit zwar zurückliegt, aber von Ihnen noch nicht verarbeitet wurde. Auch in diesem Fall bleibt eine innere Unruhe zurück, die Sie vom Schlafen abhält. Der Streit ist für Sie Stress und das löst die körperliche Stressreaktion aus. Ihr Körper bereitet sich darauf vor, zu kämpfen oder zu flüchten. Ihre Muskeln spannen sich dadurch an. Blutdruck und Puls steigen. Zum Einschlafen muss sich aber der Puls senken und auch der Blutdruck muss geringer werden. Ist dies nicht gegeben, dann kommz es zu Einschlafproblemen.

  • Denn der Prozess des Einschlafens ist sehr störanfällig, gerade wenn Sie noch nicht richtig müde sind. Direkt nach dem Einschlafen befinden Sie sich in einer Phase sehr leichten Schlafes.
  • Sie bekommen in der Leichtschlafphase noch vieles um sich herum mit und sind leicht durch Geräusche oder auch andere Störeinflüsse weckbar. Sie können noch bewusst denken - auch an das, was Sie wütend macht.
  • Wenn Sie an etwas denken, was Sie innerlich aufwühlt oder wütend macht, dann bleibt der Blutdruck erhöht. Sie wachen hierdurch wieder auf und ärgern sich, dass Sie nicht schlafen können. Dieser erneute Ärger verstärkt das Problem.

Sie sind nicht erholt, wenn Sie schlecht einschlafen

Wenn Sie aufgrund von wütenden Gedanken schlecht einschlafen, dann ist der nächste morgen ebenso unangenehm. Sie fühlen sich müde und unausgeruht.

  • Auch diese Müdigkeit und das Gefühl, gerädert aufzuwachen, können wieder zu einer schlechten Stimmung führen. Mangelnder Schlaf wird dann zum erneuten Streitfaktor.
  • D.h. wenn Sie müde sind und nicht weiter schlafen dürfen, etwa weil sie nun arbeiten müssen, dann belastet Sie das zusätzlich. Das hinterlässt eine gereizte Stimmungslage.
  • Sie sind streitlustiger und schneller genervt. Dadurch reagieren Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit wütend auf Aussagen Ihres Partners, die Sie ansonsten kaum stören würden.

Wenn Sie also wütend schlafen gehen, dann behindern sie Ihren eigenen Schlaf. Sie können schlecht einschlafen und liegen lange wach, bevor Sie zur Ruhe kommen. Sie wachen gereizt auf und das kann erneuten Streit provozieren. Hilfreich kann es sein, wenn Sie Ihre Gedanken vor dem Schlafengehen notieren. So sind die Probleme vor dem Vergessen geschützt. Sie müssen sich nicht sorgen, etwas, was Sie noch klären wollten, zu vergessen. Das Aufschreiben lässt Sie gedanklich zur Ruhe kommen und besser abschalten.

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