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Warum scheint der Mond? - Astronomie für Einsteiger

Am Tag ist die Sonne am Himmel und in der Nacht der Mond. Die Sonne scheint. Und was macht der Mond? Scheint er auch? Und wenn ja, warum scheint der Mond?

Der Mond scheint nicht.
Der Mond scheint nicht.

Der Mond ist der einzige natürliche Satellit der Erde und um die Frage ganz kurz zu beantworten: Nein, er leuchtet nicht, er wird lediglich angestrahlt.

Wissenswertes - scheint er oder scheint er nicht?

  • Der Mond ist nach der Sonne das zweithellste Objekt am Himmel. Die Sonne ist ein Stern und nur Sterne können leuchten. Der Mond ist kein Stern und kann daher nicht von sich aus scheinen.
  • Jeder Gegenstand, den Menschen sehen, reflektiert das Licht, von dem er angestrahlt wird. Das Gleiche passiert beim Mond. Die Sonne strahlt ihn an und er reflektiert das Licht zurück auf die Erde. Weil sonst keine größeren Objekte im Weltall das Licht reflektieren, erscheint es so, als würde der Mond leuchten.
  • Abhängig von der Stellung von Sonne, Erde und Mond zueinander, entstehen die verschiedenen Mondphasen. Da sich die Winkel, in denen Sonne, Mond und Erde zueinanderstehen, ständig ändern, sehen Sie jede Nacht unterschiedlich große Bereiche des Mondes, die angestrahlt werden.
  • Befindet er sich zwischen Sonne und Erde, ist beispielsweise Neumond, d. h., es ist kein Mond am Nachthimmel zu sehen. Befindet sich die Erde zwischen Sonne und Mond, können Sie den Vollmond sehen. Dazwischen ist jeweils der zu- bzw. abnehmende Mond sichtbar. Online finden Sie die Mondphasen sehr gut in einer Grafik dargestellt.

Fakten und Theorien zum Mond

  • Der Mond ist ca. 380.000 km von der Erde entfernt.
  • Die Zeit zwischen zwei Neumonden dauert 29,5 Tage, also fast genau einen Monat. Daher leitet sich das Wort Monat auch von Mond ab.
  • Die jüngste Theorie zu seiner Entstehung besagt, dass er aus Erdmaterie vor ca. 4 Milliarden Jahren entstanden ist, als die Erde mit einem Gesteinsbrocken aus dem Weltall zusammengestoßen ist. Dabei wurde ein Stück der Erde weggerissen (heutiger Pazifischer Ozean) und hat sich als Steinwolke mehr und mehr zusammengezogen und schließlich den Mond gebildet.
  • Von der Erde aus ist immer nur eine Seite des Mondes zu sehen, die sogenannte erdzugewandte Seite.
  • Manchmal sieht es so aus, als hätte der Mond ein Gesicht. Das sind die Krater auf der Mondoberfläche.

Am besten beobachten Sie den Mond ein paar Nächte lang. Wann geht er auf? Wie groß ist er? Wie hell? Denn ob er nun scheint oder nicht - faszinierend ist er in jedem Fall.

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