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Warum riechen Hunde am Schritt? - Kommunikation bei Vierbeinern einfach erklärt

Vielleicht ist es Ihnen auch schon passiert, dass Hunde an Ihrem Schritt gerochen haben oder Ihr eigener Hund tut dieses gelegentlich. Dabei handelt es sich aus hündischer Sicht aber um ein ganz normales Verhalten.

Unter Hunden ganz normales Verhalten - die Analkontrolle
Unter Hunden ganz normales Verhalten - die Analkontrolle © moorhenne / Pixelio

Warum Hunde bei Artgenossen am After riechen

  • Hunde haben ein weitaus besseres Riechzentrum als wir Menschen. Sie speichern sogar Erfahrungen und Gerüche gemeinsam ab und bauen sich so eine Art gigantische Datenbank auf. 
  • Somit ist es nicht verwunderlich, dass der Vierbeiner dauernd seine Nase einsetzt und oftmals nur riechend mit dem Kopf am Boden durch die Gegend läuft.
  • Wenn Hunde sich im Freilauf begegnen, laufen sie am Anfang in einem Bogen auf sich zu. Sie treffen dann seitlich versetzt aufeinander und können dann sofort mit der "Riechprobe" beginnen.
  • Dabei ist vor allem der Geruch um den After und der Geschlechtsorgane aussagekräftig für die Vierbeiner. Dort sitzen beim Tier die meisten Drüsen und geben spezielle Düfte ab.
  • Der Hund kann anhand des Geruches erkennen, um was für einen Artgenosse es sich handelt. Beim Riechen erfährt er, ob es sich um einen Rüden oder eine Hündin handelt. Ist es ein Welpe oder ein ausgewachsenes, womöglich älteres Tier?
  • Am Duft erkennt der Hund aber auch die jeweilige Gemütsstimmung des Gegenübers. Ist er freundlich gestimmt oder eher aggressiv? Will er vielleicht sogar spielen? Lässt er sich überhaupt abschnüffeln oder hat er eher Angst?

Diese Informationen sind wichtig bei Hundebegegnungen und werden immer am Anfang bei der Begrüßung abgefragt. So kann sich der Hund perfekt auf den Artgenossen einstellen und eventuellen Konflikten sofort aus dem Weg gehen.

Wenn der Vierbeiner am Schritt des Menschen schnüffeln will

  • Vor allem unsichere Tiere möchten am Schritt des Menschen riechen. Sie übertragen somit die artgerechte Hundekommunikation auf seinen Halter. Kann er seinen Besitzer nicht einschätzen, möchte er ihn einfach beschnüffeln, um mehr über ihn zu erfahren.
  • Da wir Menschen in unserem Intimbereich - also am Schritt - ebenfalls zahlreiche Drüsen besitzen und dort logischerweise am meisten riechen, wählt der Hund instinktiv diese Stelle.
  • Trotzdem sollten Sie dieses Verhalten bei Ihrem Hund nicht dulden. Nicht bei sich selbst und schon gar nicht bei fremden Menschen. Machen Sie ihm unmissverständlich klar, dass solch ein Verhalten bei Menschen nicht erwünscht ist.
  • Helfen Sie aber gleichzeitig Ihrem Tier, dass er mehr Vertrauen zu Ihnen bekommt. Somit erübrigt sich das Schnüffeln an Ihnen und er sollte wissen, dass er sich immer auf Sie verlassen kann. Seien Sie konsequent in der Erziehung und bleiben Sie für Ihr Tier berechenbar.
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