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Warum gibt es Hundesteuer und keine Katzensteuer? - So argumentieren Sie in einer Erörterung

Es ist sicher etwas schwierig zu erörtern, wieso es eine Hundesteuer gibt, aber keine Katzensteuer, besonders wenn Sie die Hintergründe nicht kennen.

Katzen sind anders als Hunde.
Katzen sind anders als Hunde.

Hintergründe der Hundesteuer

Einen konkreten Grund, wieso es eine Hundesteuer gibt bzw. wieso diese eingeführt wurde, können Sie nicht anführen, da es meist sehr verschiedene Anlässe gab. Trotzdem ist ein kurzer Abriss über die Hundesteuer sinnvoll, wenn Sie erörtern möchten, warum es eine Hundesteuer gibt, aber keine Katzensteuer.

  • Eingeführt wurde die Hundesteuer in den verschiedenen Gemeinden aus unterschiedlichen Gründen, meist ging es darum, eine Armenkasse zu füllen oder Kriegsschulden zu begleichen.
  • Gleichzeitig diente die Hundesteuer dazu, Seuchen wie die Tollwut zu bekämpfen und den Bestand an Hunden gering zu halten.
  • 1810 wurde in Preußen Hundesteuer als Luxussteuer erhoben, die auch für Pferde und Diener zu entrichten war.

Zur Hundesteuer können Sie also immer anführen, dass es eine Steuer war, die nur von Bürgern erhoben wurde, die sich den Luxus „Hund“ leisten konnten. Vorteil dieser Art der Besteuerung war sicher, dass jeder, der die Steuer nicht zahlen wollte, auf den Luxus "Hund" verzichten konnte.

Gründe, wieso es keine Katzensteuer gab

  • Die meisten Katzen existierten zwar nahe bei Menschen, aber für Katzen fühlte sich kaum jemand zuständig. Katzenhalter waren kaum zu ermitteln. Schließlich lebten viele halbwilde Katzen einfach nur in der Nähe der Menschen.
  • Katzen galten und gelten noch heute als Nutztiere, weil sie Ungeziefer wie Ratten und Mäuse vertilgen. Der Bestand von Katzen sollte also nie klein gehalten werden - schon allein aus hygienischen Gründen.
  • Auch wurden Katzen dringend benötigt, um Vorräte vor Mäusen und Ratten zu schützen. Eine Katzensteuer hätte sich verheerend ausgewirkt.

Argumente, die auch heute gelten

  • Nach wie vor sind in Mühlen und auf Bauernhöfen Katzen sinnvoll, um Nager abzuschrecken. Bis heute werden Katzen im BGB anders behandelt als Hunde, so unterliegen diese als Nutztiere ähnlich wie Wachhunde nicht der Gefährdungshaftung.
  • Hundesteuer ist nach den jeweiligen Landesgesetzen eine Steuer, die ausschließlich von Gemeinden erhoben werden kann und nicht für andere Tiere erhoben werden darf. Diese Gesetze beruhen auf den alten Verordnungen. Eine Katzensteuer könnte nur über aufwendige Gesetzesänderungen beschlossen werde. Hier können Sie damit argumentieren, dass den Gesetzesänderungen nach wie vor der Wunsch nach Schutz vor Mäusen und Ratten entgegensteht.
  • Hundesteuer wird heute auch eingesetzt, um die Haltung von Hunden zu begrenzen, so werden meist für den zweiten oder dritten Hund deutlich mehr Steuern erhoben.
  • In den letzten Jahren wird Hundesteuer auch eingesetzt, um die Haltung besonders gefährlicher Hunde zu steuern; sie dient also dem Schutz der Menschen. Von Katzen geht keine ähnliche Gefahr aus wie von Kampfhunden; das dürfte sicher das Hauptargument sein, das Sie für Hundesteuer und gegen Katzensteuer einsetzen können.
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