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Warum finden reine Metalle als Werkstoffe kaum Verwendung?

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Sie kaum etwas im Haushalt haben werden, das tatsächlich aus reinen Metallen gefertigt wurde? Tatsächlich finden Metalle meist nur mit Zusätzen wie Legierungen Verwendung als Werkstoffe. Warum aber ist das so?

Edelmetalle wie Gold sind als Werkstoffe meist zu teuer.
Edelmetalle wie Gold sind als Werkstoffe meist zu teuer.

Welche Gruppen von Metallen als Werkstoffe Verwendung finden

  • Um erklären zu können, warum reine Metalle als Werkstoffe kaum Verwendung finden, sollte es hilfreich sein, zunächst eine Unterteilung von Metallen in Edelmetalle, Halbedelmetalle und unedle Metalle zu treffen. Eine derartige Differenzierung bezieht sich dabei auf die chemische Reaktionsfähigkeit der Werkstoffe. 
  • Edelmetalle wie Gold und Silber erweisen sich als extrem korrosionsbeständig, soll heißen, sie oxidieren deutlich seltener als unedle Metalle, sind dementsprechend aber auch deutlich teurer. 
  • Halbedle Metalle wie beispielsweise Kupfer führen nun den Vorteil der Korrosionsbeständigkeit mit dem der im Vergleich zu den Edelmetallen relativen Preisgünstigkeit zusammen. Nachteil von Halbedelmetallen ist dabei jedoch, dass sie oft deutlich weicher sind, als für den Einsatzbereich als Werkstoff erforderlich. 
  • Nichtedle Metalle wie Aluminium oder Blei sind selbstverständlich am preisgünstigsten und bringen teils auch einen Härtevorteil mit sich. Jedoch verfügen sie über keinerlei Korrosionsbeständigkeit und oxidieren schnell, was sie als Werkstoff schließlich unbrauchbar werden ließe. 

Warum die Weiterverarbeitung reiner Metalle kaum auf Legierung verzichten kann 

  • Die obige Beschreibung zeigt nun Probleme für die Weiterverarbeitung von Metallen auf, die im Großen und Ganzen in Kostennachteile, Festigkeitsnachteile und Korrosionsnachteile unterschieden werden können.
  • Um jenen Nachteilen entgegenzuwirken, wird in der Verarbeitung von Metallen nun auf Legierungen zurückgegriffen. Die Frage, warum reine Metalle als Werkstoff kaum Verwendung finden, beantwortet sich so wie von selbst: weil solche Metalle, die sich der herkömmliche Hersteller preislich leisten kann, legierungslos entweder zu weich oder zu korrosionsanfällig sind.
  • Die Legierung kann Halbedelmetalle nun also härter machen, wobei sie nichtedle Metalle vor Korrosion schützt. Wer aus Kostengründen oder Verfügbarkeitsgründen keine Edelmetalle wie Gold und Silber einsetzen kann oder möchte, der muss für einen stabilen und korrosionsbeständigen Metallwerkstoff also fast zwingend auf Legierungen zurückgreifen.
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