Was bedeutet überhaupt Stress? Was den Einen vielleicht stresst, kann für den Anderen die reinste Entspannung bedeuten. Jeder Stress ist individuell. Fragen Sie sich manchmal: „Warum bin ich immer so gestresst?“. Hier gibt´s einige Ratschläge zur Entspannung.
- 01.02.2011 Iris Gödecker
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Was bedeutet es, gestresst zu sein?
- Es gibt den guten und den negativen Stress. Der Körper unterscheidet nicht zwischen den beiden Arten.
- Manchmal müssen Sie blitzschnell reagieren und es wird eine Menge Adrenalin ausgeschüttet. Wenn Sie beispielsweise in einer gefährlichen Situation sind, ist es wichtig, schnell zu kontern.
- Unser Organismus hat für die manchmal notwendigen blitzschnellen Reaktionen ein ausgetüfteltes System geschaffen. Sie erhalten dadurch immer in sehr kurzer Zeit sehr viel Energie, und dadurch wird wiederum Ihr Reaktionsvermögen stark gesteigert. Alle Stressreaktionen laufen automatisch ab.
- Was passiert dann in Ihrem Körper? Die Herzfrequenz wird erhöht und der Blutdruck steigt an. Ebenso werden Sie schneller Atmen und die Muskeln anspannen. Die Pupillen weiten sich und die Funktion der Verdauungsorgane wird gedrosselt.
- Wenn Sie ständig unter Strom stehen, fängt der Körper an zu reagieren. Die häufigsten Reaktionen sind: Schwindel, Kopf- und/oder Rückenschmerzen, Magenprobleme oder Schlafstörungen.
- Wenn Sie immer so weiter machen und nicht auf Ihren Körper hören, kann dies bis zum Burn-out führen. Allerdings gibt es keine allgemeine Lösung. Da jeder den Stress anders wahrnimmt, sollte eine Lösung immer auf den Einzelnen zugeschnitten werden.
- Wenn Sie sich also fragen sollten: „Warum bin ich immer so gestresst?“, können Sie sich die Antwort nur selbst geben.
- Manche Menschen haben nicht die Möglichkeit, sich alleine zu helfen. Sie brauchen keine Angst zu haben, dass es ein Zeichen von Schwäche ist. Sie sind mutig und zeigen für sich selbst die Verantwortung. Mit erfahrenen Ärzten oder Psychotherapeuten geht es manchmal einfacher, weil es neutrale Personen sind. Nach und nach wird der Druck geringer und Sie werden sich besser fühlen.
Warum fällt es Ihnen so schwer, zu entspannen?
- Da es nicht möglich ist, gestresst zu sein und gleichzeitig entspannt, ist die Entspannung meist die natürlichste Möglichkeit zur Bewältigung.
- Durch die Entspannungen können Sie sich von dem Gestresstsein erholen. Dennoch können Sie sie nicht erzwingen. Nehmen Sie sich dafür Zeit. Nach einiger Zeit werden Sie vielleicht merken, wie gut Ihnen die Ruhe tut.
- Wenn Sie regelmäßig die Entspannung suchen, wird Ihnen das Ihr Organismus danken, da das vegetative Nervensystem wieder ins Gleichgewicht gebracht wird. Es ist unter anderem zuständig für unsere Aktivitäten und dass Sie sich nach einer stressigen Situation die Ruhe gönnen können. Wenn Sie nur gestresst sind, ist das vegetative Nervensystem in Ungleichgewicht geraten.
- Es gibt viele Möglichkeiten, zur Ruhe zu kommen. Immer wieder werden Kurse angeboten, auch von Ihrer Krankenkasse. Diese Kurse werden von den Kassen bezuschusst.
- Falls Sie eine aktive Entspannungstechnik erlernen möchten, ist die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson sinnvoll. Im Wechsel werden die Muskeln angespannt und wieder entspannt.
- Auch das Autogene Training ist für viele Menschen sehr wirksam. Über die Autosuggestion (sich etwas vorstellen) lernen Sie eine innere Ruhe zu erreichen, aber Sie können auch die körperliche Entspannung spüren.
- Hören Sie auf Ihren Körper. Ändern Sie nicht gleich Ihr ganzes Leben, weil Sie den Stress loswerden möchten. Das kann zusätzlichen Stress bedeuten. Das Ziel ist, Schritt für Schritt kleine Veränderungen vorzunehmen.
- Vorab können Sie Ihre Ideen aufschreiben und sich einen Zeitpunkt setzen, wann Sie beginnen möchten, den Stress langsam abzubauen. Setzen Sie sich dabei nicht unter Druck.
- Nach einiger Zeit brauchen Sie sich nicht mehr die Frage zu stellen: „Warum bin ich immer so gestresst?“