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Wann sollte man schalten? - So geht's richtig

Jedes Jahr, bei den ersten warmen Sonnenstrahlen, fängt sie wieder an: die Motorradsaison. Es werden dann auch abermals viele Fahranfänger unterwegs sein und vor der Frage stehen, wann jeweils der richtige Moment ist, in dem man schalten sollte.

Im richtigen Moment richtig schalten.
Im richtigen Moment richtig schalten.

Wann man schalten sollte: akustisch wahrnehmbar

Routine ist besonders beim Motorradfahren äußerst wichtig. Auch hier lenkt man mit den Augen, genau wie beim Auto, jedoch gehört noch etwas Körperbeherrschung dazu, beim Ausweichen vor Hindernissen reicht es nicht, den Lenker dahin zu drehen, wo man mit seinem Gefährt hin will, sondern hier ist der Einsatz des gesamten Körpers gefragt. Dies wird aber mit Wachsen der Fahrpraxis zu einer automatischen Handlung, vergleichbar mit dem Gefühl dafür, wann man einen Gang rauf- oder runterschalten sollte.

  • Wenn Sie schon seit Jahren regelmäßig auf dem Motorrad sitzen und jemandem erklären sollten, wann er denn zu schalten habe, würden Sie bemerken, dass Sie sich darüber überhaupt keine Gedanken mehr machen. Das Fußgelenk scheint von alleine zu wissen, wann es an der Zeit ist zu schalten. Aber ganz so ist es nicht, Sie steuern diesen Vorgang schon, aber einfach nur unterbewusst und ohne darauf zu warten, wann es denn jetzt an der Zeit ist, dass man endlich den nächsten Gang einlegen kann.
  • Bis es soweit ist, dass alles wie von selbst geht, sollten Sie sich, wenn Sie Anfänger sind, doch noch einige Grundregeln verinnerlichen. Um Ihr Motorrad in Bewegung zu setzen, müssen Sie erst die Trägheit der Masse überwinden, das heißt Sie brauchen hierfür mehr Kraft als wenn Ihr Zweirad schon in Bewegung wäre und diese nur noch beibehalten werden soll. Das beste Beispiel hierfür dürfte es sein, sich vorzustellen ein liegengebliebenes Auto anzuschieben. Ist erst einmal der Punkt erreicht, wo der Wagen ins Rollen gekommen ist, geht es wesentlich leichter voran.
  • Dies ist also der Grund, warum mit dem stärksten Gang angefahren werden sollte und da dieser eigentlich nur dazu vorhanden ist, Ihr Motorrad von 0 km/h in Fahrt zu bringen, sollte der 1. Gang auch nur sehr kurz genutzt werden. Wenn Sie über keinen Drehzahlmesser verfügen, auf dem Sie ablesen könnten, wann Sie zu schalten haben, können Sie sich auch auf Ihr Gehör verlassen. Spätestens, wenn es lauter wird, ist es an der Zeit, in einen höheren Gang zu schalten. Bemerken Sie, dass der Punkt der schnellsten Beschleunigung überschritten ist, also dass Ihr Fahrzeug nicht mehr erheblich anzieht und an Geschwindigkeit gewinnt, sollten Sie in den nächsthöheren Gang schalten.
  • Schalten Sie beim Anfahren und dem darauffolgendem Beschleunigen so schnell es geht von einem Gang in den jeweils nächsten, bis Sie Ihre Reisegeschwindigkeit erreicht haben und im letzten Gang gelandet sind. Dieser hat jetzt allerdings nicht mehr die Kraft, Ihr Motorrad dermaßen zu beschleunigen wie es bei einem Überholvorgang nötig wäre oder um bergauf zügig voranzukommen. Deshalb müssen Sie in diesen Fällen, um wieder mehr Kraft an die Räder zu bekommen, in den nächstniedrigen Gang herunterschalten.
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