Sie wollen eine Nische verkleiden, den Inhalt eines Regals vor Blicken schützen, vielleicht zwei Räume nicht unbedingt durch eine Tür trennen – dafür bietet sich ein Wandvorhang an. Aus vorhandenen Stoffresten können Sie diesen mit etwas Zeit und Geschick selbst anfertigen.
- 19.01.2012 Elke M. Erichsen
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
- ausreichend Stoffreste (mindestens 21 x 21 cm groß)
- eine Nähmaschine
- Nähgarn
- Stecknadeln
- Borte oder Nahtband zum Einfassen
- Gardinenband
- evtl. einfarbigen Stoff (Länge mal Breite vom Wandvorhang)
Vorarbeiten für den Wandvorhang
- Messen Sie die zu bedeckende Fläche für den Wandvorhang aus und entscheiden Sie, ob er glatt (bringt die einzelnen Stoffreste besser zur Geltung) oder eher faltig/wellig hängen soll.
- Überlegen Sie, ob er aus gleichmäßigen Quadraten (das ist einfacher) oder unterschiedlich großen Rechtecken bestehen soll.
- Wählen Sie die Größe der einzelnen Karos nicht zu klein (etwa 21 x 21 cm) und schneiden Sie sie aus Ihren Stoffresten in gewünschter Größe zu. Die Anzahl ermitteln Sie anhand der Größe vom späteren Wandvorhang. Soll er z. B. 120 x 180 cm groß sein und glatt hängen, benötigen Sie in der Breite 5 Stoffreste á 21 x 21 cm und in der Länge 7 Stoffreste gleicher Größe. Für einen faltig hängenden Wandvorhang benötigen Sie in der Breite entsprechend mehr (wenigstens 10) Karos aus den Stoffresten.
Fertigen Sie eine Patchworkarbeit aus Stoffresten
- Legen Sie die einzelnen Karos für den Wandvorhang auf dem Fußboden aus und sortieren Sie sie dabei so, dass ein farblich gut abgestimmtes Muster entsteht. Beachten Sie auch einen Wechsel von unifarbenen und bunten Stoffresten.
- Arbeiten Sie zuerst die obere Reihe. Dazu versäubern Sie jeweils die rechte Seite aller Karos mit einem feinen Zickzackstich Ihrer Nähmaschine. Danach schlagen Sie die linke Seite des 2. Karos knapp nach hinten um und nähen das Karo mit feinen Zickzackstichen auf dem rechten Rand des 1. Karos fest. Verfahren Sie ebenso mit den restlichen Karos der 1. Reihe vom Wandvorhang.
- Arbeiten Sie dann alle weiteren Reihen separat ebenso, wie im Punkt 2. beschrieben.
- Von allen so entstandenen Streifen aus Karos (1. bis vorletzter) versäubern Sie anschließend den unteren Rand mit einem feinen Zickzackstich.
- Schlagen Sie nun vom 2. Streifen den oberen Rand knapp nach hinten um und nähen Sie ihn mit feinem Zickzackstich auf dem unteren Rand des 1. Streifens fest. Verfahren Sie mit den übrigen Streifen ebenso.
- Fassen Sie alle Seiten vom Wandvorhang mit farblich passendem Nahtband oder einer hübschen Borte ein (mit Stecknadeln) und nähen Sie die mit kleinen Stichen fest.
Was Sie noch beachten sollten
- Wollen Sie einen schweren (gewichtsmäßig) Wandvorhang herstellen, können Sie alle einzelnen Karos einer jeden Reihe unversäubert rechts auf rechts, die einzelnen Reihen dann ebenso unversäubert rechts auf rechts zusammennähen. Schlagen Sie alle Ränder zu einem Saum um. Ein gleich großes Stück von einfarbigem Stoff schlagen Sie ebenfalls an allen Seiten zu einem Saum um und nähen beide Teile vom Wandvorhang zusammen (Saum auf Saum, Teilnähte liegen innen). Achten Sie darauf, dass die verwendeten Stoffe aus gleichem Material bestehen.
- Verwenden Sie keine gleich großen Karos, ist es sinnvoll, eine gleiche Anzahl halb so großer Karos wie die normal verwendeten zu verarbeiten. Wollen Sie völlig ungleiche Karos verarbeiten, müssen Sie mit viel Geduld und Mühe alle Teile anpassen. Die Arbeitsweise beim Zusammennähen bleibt zwar gleich, ist aber sehr viel zeitaufwendiger.
- Um den Wandvorhand anzubringen, nähen Sie am oberen Rand Gardinenband an. Dann können Sie entscheiden, ob Sie ihn kräuseln und mit Haken befestigen oder einfach nur in die Ösen einhängen wollen. Sie können auch aus den Stoffresten Schlaufen nähen und eine Gardinenstange durchschieben.