Wandertour planen - so gelingt die Wandertour in den Alpen

Eine Wandertour in den Alpen ist ein Genuss! Eine Wandertour in den Alpen ist ein Genuss!
Schöne Landschaften, Höhen und Tiefen, abwechslungsreiche Flora und Fauna. Die Schönheit der Alpen ist wohlbekannt. Am besten erkundet man die Gegend natürlich zu Fuß. Eine Wandertour in den Alpen bedarf aber einer gewissen Planung im Vorfeld.
Matthias Bornemann
06.09.2010 Matthias Bornemann
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände

Nutzen Sie Karten und Wanderbücher, um Ihre Wandertour in den Alpen zu planen

  • Für die Planung einer Wandertour durch die Alpen empfiehlt es sich, einen Blick in Wanderbücher und Wanderkarten zu werfen. Wanderbücherverlage (z.B. Rother, Kompass usw.) haben ein umfassendes Programm an Büchern, die je nach Region oder Art der Wanderung eine Vielzahl von Tourenvorschlägen enthalten. So können Sie auch sicher sein, eine ansprechende Wanderung zu wählen, die zur Jahreszeit passt, gut erreichbar ist usw. Zudem können Sie so eine Wanderung aussuchen, deren Schwierigkeitsgrad zu Ihnen passt.
  • Außerdem sollten Sie sich die entsprechenden Wanderkarten zulegen und diese vor allem auf die Wanderung mitnehmen. Die Karten sollten über den richtigen Maßstab verfügen (mindestens 1:50.000) und nicht zu alt sein, so dass sie tatsächlich als zuverlässige Orientierungshilfe dienen können. Die zusätzliche Mitnahme eines Kompasses ist ratsam.
  • Sollten Sie die Orientierung lieber jemand anders überlassen wollen, so können Sie geführte Wandertouren in Anspruch nehmen. Führungstouren werden von diversen Vereinen, insbesondere dem Deutschen Alpenverein, angeboten. Oft handelt es sich dabei auch um mehrtägige Wanderungen mit Hüttenübernachtungen.

Welches Gepäck sollten Sie für eine Wandertour einplanen?

  • Essentiell für eine gelungene Wandertour in den Alpen ist natürlich das richtige Schuhwerk. Die Wanderschuhe müssen perfekt passen und einen sicheren Halt bieten. Neue Schuhe sollten Sie zuerst einlaufen, um zudem feststellen zu können, ob sie auch auf längeren Strecken noch angenehm zu tragen sind.
  • Neben den Schuhen ist natürlich auch die Kleidung von Bedeutung. Es muss sich nicht um teure Markenkleidung handeln, die als besonders outdoortauglich beworben wird. Wichtig ist allein, dass die Kleidung angenehm zu tragen ist, nicht reibt und die nötige Bewegungsfreiheit garantiert.
  • Ganz wichtig: Unabhängig von der Jahreszeit und den Wettervorhersagen – regenfeste Kleidung ist ein absolutes Muss bei Wanderungen in den Alpen. Eine Regenjacke sollten Sie daher immer im Rucksack bei sich haben.
  • In höheren Lagen kann es auch im Hochsommer unangenehm kalt sein. Packen Sie deshalb immer einen Pullover oder eine Fleece-Jacke ein.
  • Imprägnieren Sie sowohl die Schuhe, wie auch die Regenkleidung, um sich noch besser vor Nässe zu schützen.
  • Denken Sie an ausreichend Proviant. Neben einer Brotzeit ist vor allem die Flüssigkeit wesentlich: Tragen Sie lieber etwas mehr, als auf ausreichend Trinkwasser zu verzichten.
  • Apropos tragen: Gönnen Sie sich einen guten Rucksack, mit dem Sie bequem wandern können, der aber auch über ein entsprechendes Volumen verfügt, um die nötige Ausrüstung einpacken zu können. Ein guter Rucksack zeichnet sich zudem dadurch aus, dass er einen Regenüberzug hat, viele verschiedene Fächer und Taschen aufweist und sich vor allem optimal an Ihre Körpergröße anpassen lässt.
  • Ganz entscheidend ist die Mitnahme eines „Erste-Hilfe-Sets“. Denken Sie an elementare Sachen wie Pflaster, Taschenmesser, Taschentücher usw.
  • Für ein angenehmes Wandererlebnis können zudem andere Drogerieartikel wichtig sein. Insektenschutzspray zum Beispiel, aber auch Sonnenmilch. Beachten Sie, dass gerade für Höhensonne ein erhöhter Lichtschutzfaktor nötig ist.
  • Gegenstände wie Sonnenbrille, Fotoapparat und Ferngläser sind nicht unbedingt notwendig, erhöhen aber deutlich das Genusspotential der Wanderung.

Berücksichtigen die Wetterbedingungen in den Alpen und treffen Sie Sicherheitsvorkehrungen

  • Man kann nicht oft genug darauf hinweisen: Ob im Winter oder im Sommer, kann es in den Alpen jederzeit zu Wetterumschwüngen kommen. Zudem können Gewitter in den Bergen um einiges heftiger ausfallen als anderswo. Rüsten Sie sich also gut aus und treffen Sie außerdem Sicherheitsvorkehrungen.
  • Berechnen Sie die Dauer Ihrer Wandertour lieber etwas großzügig. Planen Sie Pausen ein und lassen Sie einen Puffer für unvorhergesehene Ereignisse: Auch mit Wanderkarten ist man nicht davor gefeit sich zu verlaufen.
  • Vermeiden Sie durch die Planung, dass sich die Wanderung verspätet und Sie eventuell im Dunkeln Ihren Weg suchen müssen. Gehen Sie also lieber etwas früher los, schätzen Sie Ihre Kondition realistisch ein und nehmen Sie Zeitangaben auf Wegweisern bzw. in Wanderbücher immer als Mindestzeit an.
  • Auch mit der besten Vorbereitung: Unfälle können bei Wanderungen immer passieren. Inzwischen ist selbst im Gebirge ein Handyempfang möglich. Denken Sie also an Ihr Handy – es kann entscheidend sein, um Hilfe zu holen.
  • Informieren Sie Bekannte oder Verwandte vor der Wandertour über Ihr Vorhaben. Lassen Sie einen Zettel mit der genaueren Ortsangabe Ihrer Wanderung im Eingangsbereich Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses.
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