Nicht jeder, der sich über eine Renovierung Gedanken macht, möchte unbedingt tapezieren oder streichen. Der Trend geht immer mehr dazu, die Wand zu verputzen. Es gibt bestimmte Strukturputze, die gerne eingesetzt werden. Aber auch Verputze, die als Untergrund dienen, werden gerade an Betonwänden angebracht, um dann darauf Wandbeläge anzubringen. Nachfolgend erhalten Sie eine Anleitung, wie Sie eine Wand verputzen können.
- 04.01.2011 Jürgen Hemminger
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
- Verputze
- Haftgrundierung
- Traufel
- Malerrolle
- Rührquirl
- Es ist auch möglich, auf bereits bestehende Wandverkleidungen, wie zum Beispiel Fliesen oder auch Tapeten Verputze aufzubringen. Bei richtiger Vorbereitung, sorgfältiger Arbeit, sowie einer guten Anleitung, ist es auch dem Heimwerker möglich, eine Wand zu verputzen.
- Im Fachhandel erhalten Sie alle Werkzeuge für Ihren geplanten Verputz und die dafür erforderliche Arbeit. Dort werden Ihnen bei Nachfragen auch gerne weitere Anleitungen zur Verfügung gestellt, da gerade das Verputzen von Wänden in unzähligen Arten ausgeführt werden kann.
Mit etwas Geschick können auch Sie Wände verputzen
- Die Wand, die Sie verputzen möchten, darf nicht wasserabweisend sein. Vorhandene Risse und Löcher sollten Sie vorher verschließen. Die Wand sollte vor der weiteren Bearbeitung absolut glatt und staubfrei sein.
- Als Nächstes tragen Sie mit einer Malerrolle den Haftgrund gleichmäßig auf die zu verputzende Wand auf. Achten Sie darauf, dass alle Arbeiten bei einer Temperatur nicht unter 5 Grad durchgeführt werden sollten. Die Grundierung lassen Sie bitte 24 Stunden trocknen.
- Der Putz wird in einem Mörtelkübel mit sauberem Wasser nach Anweisung angerührt. Danach lassen Sie ihn 30 Minuten quellen, bevor Sie ihn nochmals aufrühren. Nun können Sie daran gehen, Ihre Wand zu verputzen. Beachten Sie bitte, dass Sie den angerührten Putz innerhalb einer halben Stunde verarbeiten, sonst kann er fest werden. Zu diesem Zweck gibt es zwei Möglichkeiten. Sie können den Putz entweder auf die konventionelle Art mit einer Traufel Auftragen, oder aber Sie verwenden einen sogenannten Rollputz, der natürlich nicht soviel Arbeit macht.
- Beim Auftragen mit einer Traufel arbeiten Sie am besten von unten nach oben, während es beim Rollputz nicht darauf ankommt, von wo Sie beginnen.
- Tragen Sie Ihren Putz wenn möglich in zwei Schichten auf die Wand auf. So können Sie dann mittels zusätzlichem Zubehör wie etwa einem Schwamm oder einer Reibekelle zusätzlich noch Strukturen in den Putz einarbeiten.
- Wenn Sie die Wand nur verputzen, um einen Wandbelag anzubringen, sollte dieser Putz sehr exakt und gerade aufgetragen werden. Wenn er abgetrocknet ist, können Sie Unebenheiten zusätzlich mit einem Handschleifer glätten. Hier ist allerdings guter Schutz angesagt, da dies dann eine staubige Angelegenheit wird.